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"Mit psychologischer Präzision und in einer Sprache, die selbst wie ein Gemälde schimmert, erforscht Stauffer die Zerbrechlichkeit menschlicher Beziehungen in einer Welt, in der Virtualität und Realität ineinander übergehen", bewirbt der Verlag das Buch, in dem es gleichermaßen um die Herausforderungen eines heutigen modernen Lebens und um die Möglichkeiten von Kunst geht. "Es entsteht ein Wechselspiel von vibrierendem Zauber und erschütternden Wendungen, aus Jagen und Gejagt-Werden, aus Erfüllung und Entzug, aus Leben und Tod."
In ihrem Debütroman "Orchis" stand 2018 die exotische Welt der historischen Orchideenforschung im Mittelpunkt. Im neuen Roman nimmt nun Malerei einen breiten Raum ein. Auch wenn "Strahlen" weit weniger experimentell daherkommt, spielt Sprache wieder eine Hauptrolle. "Sprache ist ein Zuhause, das ich sonst nicht habe", hat Stauffer im Vorjahr im APA-Interview vor ihrer Teilnahme am Bachmann-Preis bekannt. In Klagenfurt ging sie mit ihrem hoch ambitionierten Text "Die Jäger von Chitwan" leer aus. Das hatte sie aber schon vorab nicht allzu schwer genommen: "Viele Große waren dort - und sind ohne Preis wieder abgefahren." Mit "Strahlen" werden die Karten nun wieder neu gemischt.
(S E R V I C E - Verena Stauffer: "Strahlen", Frankfurter Verlagsanstalt, 320 Seiten, 26,70 Euro, ISBN 978-3-627-00345-6)
