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"Villa Wundergold": Christoph Zielinskis zweiter Roman

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Christoph Zielinski: Spitzenmediziner und Romanautor
©APA/APA/GEORG HOCHMUTH/GEORG HOCHMUTH
Der Spitzenonkologe Christoph Zielinski hat seinen zweiten Roman geschrieben. Ein Jahr nach seinem Debüt "Laurenzerberg", in dem er von jüdischen Emigranten erzählt hat, die in den 1960er-Jahren mit ihrem Buben aus dem kommunistischen Polen fliehen und in Österreich einen Neuanfang versuchen, lässt er nun drei aus Lwiw (Lemberg) stammende Brüder einander im Jahr 1937 in der "Villa Wundergold" im damals florierenden polnischen Kurort Truskawiec treffen.

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Am Vorabend des Zweiten Weltkriegs scheint die Welt für jüdische Familien hier noch in Ordnung - jedenfalls um Häuser besser als in NS-Deutschland. Der Einmarsch deutscher und sowjetischer Truppen und die Teilung Polens ändert das schlagartig. Die Brüder fliehen in alle Richtungen - oder versuchen es zumindest.

"Viel wird jetzt über diesen Teil Europas und sein Schicksal diskutiert und geschrieben, und viel vom aktuellen Geschehen hat seine Wurzeln in der in diesem Buch beschriebenen Zeit", schreibt Zielinski. "Eines aber sollte immer wieder zu verhindern versucht werden: dass es dem Menschen erlaubt und ermöglicht wird, zum Wolf des Menschen zu werden."

(S E R V I C E - Christoph Zielinski: "Villa Wundergold", Ueberreuter Verlag, 224 Seiten, 24 Euro, ISBN: 978-3-8000-8103-5)

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