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Im Kern geht es um die Midlife-Krise. Den Schriftsteller Hannes trifft sie ziemlich unvermittelt. Nach seinem Erfolg vor Jahren hat er keinen Bestseller mehr geschrieben und bekommt Druck von seinem Verleger. Auch mit seinem bequemen Familienleben ist Schluss. Seine Frau Sara (Anna Schudt) hat keine Lust mehr auf das immer gleiche Einerlei, und auch Tochter Carla (Kya-Celina Barucki) möchte eigene Wege gehen.
So bleibt Hannes mit Sohn Nick (Philip Müller) allein im Familienhaus zurück - und muss sein Leben neu ordnen. Denn auch Nick hat keine Lust mehr auf Familienfrühstück und all die lieb gewonnenen Rituale aus Kindertagen. Und so steht Hannes da, reichlich überrumpelt, enttäuscht und hilflos.
Wer Lust auf einen lustigen Kinoabend hat, ist hier richtig. Vor allem bei Eltern mit Teenager-Kindern dürften so manche Szenen hohen Wiedererkennungswert haben. Bezzel spielt den Familienvater mit großer Hingabe - zwischen der Unlust, etwas im Leben zu ändern und der Wehmut, die damit verbunden ist, wenn Kinder plötzlich flügge werden.
Denn dann geht ein Abschnitt zu Ende, der nie wiederkommt. Wortmann erzählt all das sehr einfühlsam und bewegend und gleichzeitig auch unterhaltsam. Und der Film zeigt, dass es sich lohnt, immer wieder etwas zu verändern. Und dass Bequemlichkeit nicht alles ist im Leben. Manchmal ist es Zeit, Neues zu wagen. Die passende musikalisch Untermalung für neuen Lebensmut: Herbert Grönemeyers Song "Sekundenglück", der auch im Film eine Rolle spielt.
(S E R V I C E - www.constantinfilm.at/kino/die-aeltern)
BERLIN - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/Constantin Film Distribution/Gordon A. Timpen
