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Armin Thurnher über "Unsternstunden der Menschheit"

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Armin Thurnher legt ein neues Buch vor
©APA, HANS KLAUS TECHT
Einen Gegenentwurf zu Stefan Zweigs "Sternstunden der Menschheit" liefert der Publizist und "Falter"-Herausgeber Armin Thurnher in seinem neuen Buch: "Unsternstunden der Menschheit" nennt er seine Sammlung von Ereignissen, Entscheidungen und Treffen der vergangenen Jahrzehnte, in denen der Lauf der Geschichte einen Drall Richtung Unfreiheit, Ungerechtigkeit oder Ungleichheit bekommen hat. Das Buch soll zeigen, "wie die Welt unerträglich wurde".

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"Wie entspringt aus scheinbar vernünftigen, einigermaßen ruhigen, hinreichend zivilisierten Verhältnissen plötzlich etwas Bestialisches, etwas Tyrannisches, etwas Unmenschliches?", fragt Thurnher. "Es gibt dafür keine umfassende Erklärung. Aber es gibt Momente, die solche Umschwünge mitentscheiden." Solche Momente waren für ihn etwa das auf Initiative Friedrich August von Hayeks zustande gekommene Treffen von 39 Ökonomen und Philosophen am Mont Pèlerin, bei dem der spätere Siegeszug des Neoliberalismus vorbereitet wurde.

Weltgeschichtliches wie der Terroranschlag von 9/11 steht hier neben autoritären Gesetzen wie die Einführung des Social-Credit-Programms in China, Personen wie Donald Trump, Elon Musk, Peter Thiel und Mark Zuckerberg neben Hans Dichand, Dietrich Mateschitz und Herbert Kickl. "Das Unheil, das sie stiften, möge die Menschheit anregen zu phantasievollem Widerstand, zu moralischer Standhaftigkeit und zur Verteidigung der Wahrheit", hofft Thurnher.

(S E R V I C E - Armin Thurnher: "Unsternstunden der Menschheit. Wie die Welt unerträglich wurde", Zsolnay Verlag, 304 Seiten, 27,80 Euro, ISBN 978-3-552-07619-8; Buchpräsentation: Armin Thurnher im Gespräch mit Markus Marterbauer, Moderation: Herbert Ohrlinger: Mittwoch, 25.2., 19 Uhr in der Hauptbücherei am Gürtel, Wien 7, Urban-Loritz-Platz 2a)

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