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Dem Beruf Volksschullehrerin nach einem Burn-out entflohen, ist die auf einem Bauernhof im Mürztal aufgewachsene und dort noch immer lebende Fux ins Popbusiness gewechselt. Schwer gefallen sei ihr das Metier bisher nicht. "Vielleicht hatte ich viel Glück von Anfang an", sagt sie. "Manche fragen mich, wie es mir im Haifischbecken so gehe. Aber für mich ist das kein Haifischbecken. Ich sehe eigentlich alles durch eine rosarote Brille, weil ich das so gerne machen will."
Mit "Aff im Kopf" ist Fux auch gleich ordentlich durchgestartet. Nach dem Hit gebe es natürlich Druck, "wenn man darüber nachdenkt. Weil die Leute nun Erwartungshaltungen haben. Viele wünschen sich wieder einen Song wie 'Aff im Kopf'. Selbst weiß man, dass man nachlegen sollte, wenn man gerade einen Lauf hat. Aber erzwingen kann man gar nichts. Darum blende ich das alles aus. Ich kann nicht ins Studio gehen und sagen: Es muss jetzt wieder so sein! Das wird nicht funktionieren. Ich bringe die Songs, die mir wichtig sind, die mir am Herzen liegen." Und das stets im steirischen Dialekt.
Um nicht in eine Schublade gesteckt zu werden, hatte die Sängerin im Herbst mit "Peter warum" eine ruhige Nummer mit einem ernsten Thema dem Hit folgen lassen. Der dritte Streich, "Hund und Bam", präsentiert sich wieder im Up-Tempo. "Die Grundidee dazu stammt von einem Gespräch mit einem Freund", schildert Fux. "Er hatte an einem Tag innerhalb kurzer Zeit Glück und Pech. Ich habe ihm damals aus dem Nichts gesagt: einmal bist der Hund, einmal bist der Bam. Das ist mir damals gerade eingefallen, diese Redewendung hatte ich davor noch nie benutzt."
Mit drei Singles am Stück blieb zuletzt wenig Zeit zum Runterkommen, betont Fux, die auch an einem Album schreibt. "Ich bin gerne draußen im Wald und in der Natur. Ich habe einen Hund. Wenn mir alles zu viel wird, nehme ich den Hund und wir gehen ... zum Baum", lacht sie in Anspielung auf den Titel ihrer aktuellen Single.
Christina Stürmer ("ich würde gerne einmal Support bei einem Konzert von ihr spielen") und STS nennt die Newcomerin als Einflüsse bzw. Vorbilder. Als "Vertreterin einer neuen Austropop-Generation" bezeichnet zu werden, findet Caro Fux "cool." Mit der Genre-Definition sei das aber so eine Sache, schmunzelt sie: "Manche sagen ja zu Popacts, sie seien Schlager." Sie selbst sehe sich jedoch nicht dort.
Einen Amadeus von der Gala am 6. März mit nach Hause zu nehmen, wäre "eine schöne Anerkennung", sagt Fux. "Allein die Nominierung ist geil. Ich hätte es mir so schnell nicht erwartet. Ich bin ja noch nicht lange dabei." Nominiert ist sie in den Rubriken "Song des Jahres" und "Songwriter des Jahres". "Genau, nicht in der Kategorie Schlager", schmunzelt sie.
(Das Gespräch führte Wolfgang Hauptmann/APA)
(S E R V I C E - https://www.carofux.at/ )
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