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Wie viel Zucker steckt insgesamt in den Produkten? Und vor allem: Ist es zu viel? Diesen Fragen ist die Zeitschrift "Öko-Test" nachgegangen und hat 15 Joghurts, Topfen- und Frischkäsezubereitungen unter die Lupe genommen (Ausgabe 3/2026).
Die Testerinnen und Tester orientierten sich bei der Beurteilung der Produkte an zwei Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO).
Die gute Nachricht: Für 12 der 15 Produkte können die Testerinnen und Tester grünes Licht geben. Drei Produkte sind jedoch überzuckert. So enthält ein Joghurt in der Auswahl 23 Gramm freien Zucker auf 175 Gramm Inhalt. "Damit nehmen Kinder zwischen drei und neun Jahren bereits mehr Zucker zu sich, als laut WHO am ganzen Tag aus sämtlichen Quellen akzeptabel wäre", schreiben die Öko-Tester.
Den geringsten Gesamtzuckergehalt enthalten die "Fruchtzwerge weniger süß, Erdbeere, Aprikose, Banane" mit 8,3 Gramm pro 100 Gramm. Das ist allerdings immer noch deutlich mehr, als die gleiche Menge Naturjoghurt von Natur aus hat (3,7 bis 6 Gramm). Die Öko-Tester stellen daher klar: "Weniger süß" bedeutet nicht automatisch "gesund".
Joghurt und Topfen mit zugesetztem Zucker sollten Ernährungsexperten zufolge für Kinder Ausnahmen bleiben. Schließlich werden in den ersten Jahren des Lebens Geschmacksvorlieben entscheidend geprägt. Wer bereits früh einen süßen Zahn entwickelt, mag es meist auch den Rest der Kindheit - und des Lebens - zuckrig. Ein übermäßiger Verzehr von Zucker begünstigt dabei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Adipositas und Typ-2-Diabetes.
Doch was, wenn Eltern ihrem Nachwuchs puren Naturjoghurt einfach nicht schmackhaft machen können? Dann gibt die Verbraucherzentrale den Tipp, ihn mit ein klein wenig Fruchtmus oder Konfitüre aufzupeppen - oder natürlich mit frischem Obst.
Doch auch hier gibt es in Sachen Zucker Unterschiede: Während Bananen und Trauben zu den zuckerreichen Obstsorten zählen, enthalten Erdbeeren und Himbeeren deutlich weniger Zucker, so "Öko-Test".
Wollen Eltern ihrem Nachwuchs eine Portion Beeren in den Topfen oder Joghurt rühren, ist Vorsicht bei der TK-Variante angesagt. Sie können beispielsweise mit Noroviren verunreinigt sein. Daher gilt: erhitzen oder stattdessen zu frischen Beeren greifen.
BERLIN - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/dpa/gms/Anna Hirte/Anna Hirte






