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Warum die Augen im Winter oft trockener sind - und was hilft

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Tränenersatzmittel können bei trockenen Augen Linderung bringen
©APA, dpa, gms, Christin Klose
Gereizte Augen, gerade jetzt im Winter: Da können viele aus eigener Erfahrung mitreden. Warum spielen die Augen bei vielen in der kalten Zeit des Jahres verrückt, was bringt Linderung? Ein Überblick.

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"Die Augen jucken oder brennen, sind gerötet und gereizt – und manchmal sieht man auch etwas unscharf", beschreibt der Augenarzt Seleman Bedar die typischen Symptome trockener Augen. Mitunter tränen sie auch, weshalb Betroffene oft der festen Überzeugung sind: Trockenheit kann hier nicht das Problem sein.

Doch, kann es. Dafür ein näherer Blick auf den Tränenfilm: Diese dünne Feuchtigkeitsschicht befeuchtet und schützt die Horn- und Bindehaut des Auges. Indem wir blinzeln, verteilen wir den Tränenfilm. Er besteht dabei längst nicht nur aus Wasser, sondern beispielsweise auch aus Fetten, die dafür sorgen, dass er langsamer verdunstet.

Dieses Zusammenspiel kann aus verschiedenen Gründen aus dem Gleichgewicht geraten - dann verflüchtigt sich die Feuchtigkeit auf dem Auge schneller. "Wenn die Zusammensetzung des Tränenfilms nicht stimmt, entstehen trockene Augen – selbst dann, wenn eigentlich genug Tränen vorhanden sind", sagt Seleman Bedar.

Dazu kommt: Trockene Augen reagieren empfindlicher auf Reize von außen - und tränen somit oftmals schneller.

Es gibt Erkrankungen, die oftmals mit Augentrockenheit im Gepäck kommen - dazu zählen Diabetes, Rheuma oder Schilddrüsenerkrankungen.

Trockene Augen kommen zudem mit zunehmendem Alter häufiger vor. Und: "Frauen sind hormonell bedingt häufiger betroffen – insbesondere in den Wechseljahren", sagt Seleman Bedar.

Gut zu wissen: Auch das Tragen von Kontaktlinsen über Jahre hinweg kann den Tränenfilm schwächen und zu trockenen Augen führen.

Seleman Bedar nennt drei Dinge, die im Winter Einfluss auf unsere Augen nehmen:

Mann kann es erst einmal mit keinen Veränderungen im Alltag probieren. Seleman Bedar rät zu regelmäßigen, bewussten Blinzelpausen, wenn wir am Rechner sitzen oder mit dem Tablet vor uns auf dem Sofa liegen.

Ebenfalls wichtig: Der trockenen Heizungsluft mit regelmäßigem Lüften oder Luftbefeuchtern etwas entgegensetzen. "Manche tragen draußen auch gerne eine Brille, um das Auge vor Zugluft zu schützen", schlägt der Mediziner eine weitere Maßnahme vor.

All das ist ein Anfang, reicht aber mitunter nicht aus. Dann bringen sogenannte Tränenersatzmittel Linderung. Das sind frei verkäufliche Augentropfen, "die den natürlichen Tränenfilm ergänzen oder stabilisieren", sagt Bedar. Getropft wird nach Bedarf, wenn Beschwerden auftreten.

Womöglich muss man sich etwas ausprobieren, bis man ein Präparat findet, das spürbare Linderung bringt. Tränenersatzmittel unterscheiden sich nämlich in ihrer Zusammensetzung: Manche stabilisieren eher die fettige Schicht des Tränenfilms, andere unterstützen vor allem die wässrige. "Bei der Untersuchung in der Augenarztpraxis lässt sich häufig erkennen, welche Komponente des Tränenfilms gestört ist", erklärt Seleman Bedar.

Wer sich von seinen trockenen Augen im Alltag - etwa beim Arbeiten - eingeschränkt fühlt, sollte keine Scheu haben, sich Hilfe in der Augenarztpraxis zu holen. "In seltenen Fällen benötigen Patientinnen und Patienten dann verschreibungspflichtige Tropfen."

HAMBURG - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/dpa/gms/Christin Klose/Christin Klose

WINSEN (LUHE) - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/dpa/gms/Christin Klose/Christin Klose

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