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Wenn die Periode bei häufigem und intensivem Sport ausbleibt, hat das meist einen simplen Grund: Der Körper verbraucht mehr Energie, als er aufnimmt. Folglich geht er in den Energiesparmodus und spart an den Stellen, die nicht lebensnotwendig sind - wie etwa der Menstruation.
Laut Expertinnen und Experten sind besonders sportlich hochaktive junge Frauen von der sogenannten sportassoziierten Amenorrhö betroffen. Nicht nur Leistungs-, sondern zunehmend auch ambitionierte Freizeitsportlerinnen. Chronischer körperlicher und mentaler Stress verstärkt den Effekt des Energiedefizits zusätzlich.
Von einer Amenorrhö spricht man dann, wenn die Monatsblutung nach drei Monaten bei vorheriger regelmäßiger Blutung oder nach sechs Monaten bei zuvor unregelmäßiger Blutung ausbleibt.
Dieser körpereigene Energiesparmodus ist nicht harmlos, sondern kann langfristige gesundheitliche Folgen haben. Bleibt die Menstruation aus, sinkt nämlich der Östrogenspiegel. Und Östrogen ist nicht nur beim Zyklus im Einsatz, sondern unter anderem wichtig für Knochen, Herz-Kreislauf-System und unsere Psyche.
Ein Östrogenmangel über längere Zeit kann daher das Risiko für Knochenbrüche, Osteoporose und Herz-Kreislauf-Beschwerden erhöhen, sich negativ auf den Schlaf und die Stimmung auswirken und zu Konzentrationsproblemen führen.
Es wird dazu geraten, ärztlichen Rat einzuholen, wenn die Periode länger als drei Monate ausbleibt. Noch früher sollte man handeln, wenn zusätzliche Beschwerden auftreten wie schnelle Verletzungen, Knochenbrüche oder Erschöpfung. Meist bekommen Betroffene eine Hormontherapie.
In erster Linie sollte man aber die Ursachen der sportassoziierten Amenorrhö beseitigen, also das Energiedefizit. Wer viel Sport treibt, muss dem Körper genug Kalorien zuführen - das Ausbleiben der Periode ist ein Hinweis darauf, dass die aktuelle Energiezufuhr nicht reicht.
Auf der anderen Seite ist es ratsam, den Trainingsumfang zu reduzieren, indem man etwa seltener oder weniger intensiv trainiert und häufiger Regenerationstage einbaut.
WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/APA/dpa-tmn/Christin Klose





