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- Die Seilzüge sollten nicht rostig sein, dafür aber leichtgängig. Aber der Bremshebel darf auch bei fest gezogener Bremse nicht am Lenker anliegen.
- Hydraulische Bremsen sind eigentlich wartungsärmer. Hier geben Druckpunkt und Hebelweg einen ersten Indikator, ob die hydraulische Bremse eine Wartung benötigt.
- Hydraulische Bremsen müssen bisweilen entlüftet oder neu befüllt werden. Dafür Gebrauchsanleitung befolgen oder in der Werkstatt nachfragen - je nach Öl schlagen einige Hersteller einen jährlichen Tausch vor.
- Die Bremsbeläge von Felgen- oder Scheibenbremsen müssen regelmäßig getauscht werden. Wann das spätestens fällig ist, kündigen Anzeichen wie eine verminderte Bremsleistung, quietschende Geräusche beim Bremsen oder ein schleifendes Geräusch beim Fahren an.
- Bei Felgenbremsen raten Expertinnen und Experten "Die Bremsklötze einer Felgenbremse sind normalerweise mit Kerben oder Riefen versehen, die die Verschleißgrenze anzeigen". Kann man diese Kerben sehen, sollten die Klötze gewechselt werden.
- Bei Scheibenbremsen sollten die Beläge gleich gewechselt werden, wenn sie unter 1 Millimeter dick sind.
Es kommt auch auf den Fahrstil an: Wer häufig und stark bremst, oft in bergigem Gelände oder bei schlechtem Wetter fährt, muss meist eher austauschen.
Auch E-Bikes zeigen wegen des höheren Gewichtes und der höheren Geschwindigkeiten einen höheren Verschleiß der Bremsbeläge. In der Regel sollte einmal im Jahr eine Verschleißprüfung gemacht werden. Achtung: Arbeiten an den Bremsen sind sicherheitsrelevant. Wer sich das nicht zutraut, vertraut die Arbeiten und Wartung besser einer Fachwerkstatt an. Sogar die Felge ist bei Felgenbremsen ein Verschleißteil, da die Felgenwand mit der Zeit abgeschmirgelt wird. Dafür haben manche Felgen einen Verschleißindikator: eine feine Rille in der Mitte der Felgenwand. Sobald diese nicht mehr sichtbar ist, sollte die Felge getauscht werden.
- Wie schauen die Reifen aus? Der korrekte Luftdruck hält den Rollwiderstand gering und beugt Pannen vor. Wie viel Luft in den Reifen darf, steht auf der Flanke.
- Besonders während längerer Standzeiten verlieren die Reifen etwas Luft. Mantel und Schlauch könnten durch eine Stauchung bei Standplatten Schaden genommen haben. Daher den Mantel auf Risse an der Lauffläche und an der Flanke hin untersuchen.
- Reifen sollten bei abgefahrenem Profil, bei porösen Seitenwänden oder wiederholtem Platten so schnell wie möglich getauscht werden.
Luftverlust kann auch auf Schäden am Schlauch hinweisen. Wer das ausschließen will, kann den Schlauch ausbauen und aufgepumpt in ein Wasserbad halten. Wo es blubbert, ist eine defekte Stelle.
- Sind alle Schrauben fest? Egal, ob Lenker, Sattel, Gepäckträger, Pedale oder Schutzbleche - alles muss fest sitzen.
- Bei einigen Teilen kann es nötig sein, sie nur mit vorgeschriebenen Drehmomenten festzuziehen - etwa bei bestimmten Leichtbauteilen. Das kann an den Teilen selbst vermerkt sein oder Angaben könnten in der Gebrauchsanleitung zu finden sein.
- Auf Antrieb und Akku achten: Sind alle elektronischen Teile des E-Bikes fest und funktionieren unauffällig?
- Kontakte prüfen und Schmutz, Fett und Fremdpartikeln entfernen.
Richtig saubermachen: Kurz in die Waschbox mit dem Drahtesel und mit dem Hochdruckreiniger draufhalten - fertig ist die Fahrradwäsche? Nein, lieber nicht. So könnte man nicht nur Schmierstoff aus dem Antrieb spülen, sondern das Wasser auch in die empfindlichen Lager und Kontakte bringen. Groben Schmutz am Rahmen kann man mit Wasser, Schwamm oder Lappen entfernen. Zum Abschluss versiegeln oder Wachspolitur nutzen. Dadurch kann das Wasser besser abperlen und neuer Schmutz haftet nicht so leicht an.
An Kette und Kassette groben Schmutz zunächst mit einer Bürste wegmachen. Danach die Kette gleichmäßig mit Kettenschmierstoff behandeln - das sorgt für möglichst wenig Widerstand und kann vor Rost schützen.
WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/APA/dpa-tmn/Zacharie Scheurer
WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/APA/dpa-tmn/Christin Klose






