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Ryanair kritisiert erneut Luftfahrtsteuern in Österreich

Aktualisiert
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Nicht nur in Belgien, Steuern sind O'Leary überall ein Dorn im Auge
©AFP, APA, SIMON WOHLFAHRT
Die irische Billigfluglinie Ryanair kritisiert erneut die hohen Steuern auf Luftfahrt in Österreich. Selbst Deutschland habe entschieden, Mitte 2026 seine Ticketsteuer etwas zu senken, sagte Ryanair-Chef Michael O'Leary am Mittwoch vor Journalisten in Wien. Österreich nehme mit der "dummen Steuer" weniger ein als mit Parkstrafen, schade aber der Wirtschaft.

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Ryanair hatte im Herbst angekündigt, 5 ihrer 19 in Wien stationierten Flugzeuge abzuziehen. Daran werde sich auch nichts ändern, solange die Regierung an der Ticketsteuer festhalte, hieß es in der Pressekonferenz.

Für den heurigen Sommer plant die Airline ebenfalls mit nur 14 Flugzeugen in Wien. Der Billigflieger bietet damit gegenüber 2025 eine Million weniger Sitzplätze und acht Routen weniger an. "Wir erwarten nur noch sechs Millionen Passagiere in Wien in diesem Jahr", sagte der für den österreichischen Markt zuständige Ryanair-Manager Andreas Gruber.

Ryanair und dessen langjähriger Chef sind bekannt dafür, Regierungen, Kommunen und Flughafenbetreiber öffentlich unter Druck zu setzen, um niedrigere Kosten oder gar Subventionen zu erwirken. Zuletzt kürzte Ryanair sein Flugangebot in Brüssel um 20 Strecken, weil die belgische Regierung die Ticketsteuer 2027 auf 10 Euro anhebt. In Österreich beträgt diese 12 Euro.

Ryanair erhält laut O'Leary heuer 29 Flugzeuge von Boeing und 300 in den nächsten zehn Jahren. Es wäre kein Problem, zehn Flugzeuge nach Wien zu bringen, dafür müssten aber die Kosten sinken, so der Ire. Aktuell würden neue Flugzeuge etwa in Rabat in Marokko, Tirana in Albanien und Trapani in Italien stationiert.

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