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"Die Zahlen beweisen, dass wir nicht nur starke Nächtigungszahlen haben, sondern dass auch der Tourismus trotz anspruchsvoller Rahmenbedingungen investiert", so Zehetner. Im Vergleich zu 2024 seien sowohl die Nachfrage als auch das ausgelöste Investitionsvolumen gestiegen. Die Bank habe im Jahr 2025 OeHT-Kredite in Höhe von 198 Mio. Euro vergeben sowie ERP-Kredite mit einem Volumen von 59 Mio. Euro und OeHT-Haftungen in Höhe von 17 Mio. Euro bewilligt. Das jährliche Budget für Förderungsmittel in der gewerblichen Tourismusförderung liege bei 21,24 Mio. Euro, ergänzte Matthias Matzer aus der OeHT-Geschäftsführung Markt.
"Der Tourismus kann sich in Österreich tatsächlich glücklich schätzen", sagte Zehetner. Denn der Tourismus sei die einzige Branche, die mit der OeHT auf eine Institution zurückgreifen könne, die zugleich Förderstelle und Bank sei. Zugleich habe die Branche jedoch auch mit Inflation und Fachkräftemangel zu kämpfen. Steigende Personal-, Energie- und Lebensmittelkosten hätten die Ertragslage der Betriebe leicht verschlechtert. Der Fachkräftemangel führe dazu, dass die Nachfrage aktuell das Angebot übersteige. "Wir könnten theoretisch mehr Gäste begrüßen, wenn wir mehr Personal hätten", so Zehetner.
Der Klimawandel und die damit verbundenen geringeren Schneemengen hätten der Wintersaison 2025/26 hingegen nicht geschadet. "Die Wintersaison ist extrem gut verlaufen - wir hatten in einzelnen Bundesländern fast zweistellige Wachstumszahlen", so Zehetner. Aufgrund technischer Beschneiungsmöglichkeiten sei es möglich gewesen, "so gut wie überall die Pisten in vollem Umfang zu nutzen". In Zukunft plane man, das Angebot zu ergänzen, damit Gäste etwa selbst im April vormittags skifahren und nachmittags radfahren könnten.