Doppelte Pioniere von

Winklevoss-Zwillinge kaufen
mit Bitcoin Weltallflug

Wollen nach facebook-Pleite mit virtueller Währung endlich durchstarten

Doppelte Pioniere - Winklevoss-Zwillinge kaufen
mit Bitcoin Weltallflug

Die US-Zwillinge Cameron und Tyler Winklevoss haben sich mit der virtuellen Währung Bitcoin Flugtickets ohne Startdatum ins Weltall gekauft. Die Brüder wollen damit gleich in doppelter Hinsicht Pionier-Arbeit leisten. Ob ihr Traum vom großen Erfolg diesmal Realität wird?

Tyler Winklevoss erklärt im Blog der Zwillinge, warum sie sich dafür entschieden haben, Virgin Galatic Tickets zu kaufen, - und diese mit Bitcoin zu bezahlen: "Es soll als Startkapital eine völlig neue Technologie unterstützen, die vielleicht unsere Art und Weise zu reisen für immer verändern wird, bezahlt mit einer neuen Technologie, die vielleicht für immer unsere Art und Weise Transaktionen zu tätigen verändern wird."

Bekanntheit durch facebook-Rechtsstreit

Cameron und Tyler Winklevoss erlangten durch ihren Rechtsstreit mit Facebook-Gründer Mark Zuckerberg weltweite Bekanntheit. Sie hatten ihrem Kommilitonen vorgeworfen, während der gemeinsamen Studienzeit an der US-Eliteuni Harvard ihre Idee zum sozialen Onlinenetzwerk ConnectU ("Vernetze Dich") gestohlen zu haben. 2011 legten sie den jahrelangen Rechtsstreit bei und strichen mehrere zehntausend Dollar von Facebook ein.

Neue Idee, neues Glück?

Die Zwillinge arbeiten inzwischen als Risikokapitalgeber im Technologiebereich. In den letzten drei Jahren investierten sie große Summen in Projekte im Zusammenhang mit der virtuellen Währung Bitcoin und in die Währung selbst. Im vergangenen Jahr beantragte ihre Firma Math-Based Asset Services bei den Behörden die Zulassung für den 20 Mio. Dollar (14,55 Mio. Euro) schweren Winklevoss Bitcoin Trust, der an den öffentlichen Börsen gehandelt werden soll. Die Zustimmung der Aufsichtsbehörde steht noch aus.

Die virtuelle Währung Bitcoin war 2009 als Antwort auf die internationale Finanzkrise erfunden worden. Geschaffen hat sie ein unbekannter Programmierer mit dem Namen "Satoshi Nakamoto", der eine von Staaten, Zentralbanken und anderen Finanzinstituten unabhängige Währung wollte. Zuletzt meinte das Magazin "Newsweek" den Urheber der Währung ausgeforscht zu haben. Dieser streitet aber alles ab. Das virtuelle Geld wird durch komplexe Verfahren berechnet. Der Wechselkurs zu echten Währungen schwankt aber stark. Zentralbanken warnen vor den Risiken der Währung für die Nutzer.

Touristen-Flüge in Weltall

Mit "Virgin Galactic" und seinem "SpaceShipTwo" will der Milliardär Richard Branson, der im Oktober 2013 auch Wien besucht hat, demnächst ins Weltall abheben. Die Startbahn am "Weltraumbahnhof" in der Wüste des US-Bundesstaats New Mexico wurde jedenfalls schon 2010 eingeweiht. Eine konkreten Starttermin gibt es allerdings noch nicht.

© FACUNDO ARRIZABALAGA / EPA/APA

Für die touristischen Weltraumflüge haben sich bereits mehr als 500 Stars und Millionäre angemeldet, darunter auch US-Schauspieler Ashton Kutcher und Teenie-Popstar Justin Bieber. Das Ticket für den Kurztrip in 110 Kilometer Höhe kostet 250.000 Dollar - umgerechnet knapp 184.000 Euro. Branson verspricht sich von der kommerziellen Raumfahrt auch eine erotische Pioniertat: "Wer wird wohl als erstes Paar Sex im Weltraum haben? Schwereloser Sex, das wäre doch was", zitierte der "Playboy" den Multimilliardär vor einigen Jahren.

Flüge ins All mit dem Ziel Internationale Raumstation ISS gibt es für Touristen übrigens bereits seit 2001. Sie sind jedoch erheblich teurer. Als erster Tourist im Weltraum ist Dennis Tito für rund 20 Millionen Dollar (15 Millionen Euro) zur ISS geflogen, seitdem haben sechs weitere Gäste für enorme Summen die Station besucht.

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