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Geheime Pornos auf YouTube

Simpler Trick erlaubt es Nutzern, Google-Dienst für explizite Inhalte zu missbrauchen

Internet - Geheime Pornos auf YouTube © Bild: Getty/iStockphoto/scyther5

Pornos auf YouTube? Gibt's doch gar nicht! - Fehlanzeige, gibt es doch. Der Blog TorrentFreak berichtet, dass verschlagene "Piraten" mit einem recht simplen Trick den Hosting-Dienst von Google, den Eigentümer von YouTube, missbrauchen.

Bekanntermaßen gibt es auf YouTube Richtlinien, wonach das Hochladen anstößiger aber auch illegaler Inhalte verboten ist. Normalerweise greifen auf der Plattform mehrere Mechanismen, um das Ignorieren dieser Richtlinien zu unterbinden. Zum einen wird eine spezielle Software genutzt, die Videos scannt und mit anderen vergleicht, um herauszufinden ob die hochgeladenen Inhalte gegen bestehendes Copyright verstoßen. Zum anderen verlässt sich Google auf eigens abgestellte Mitarbeiter und natürlich auch die Community, die Missbrauchsfälle meldet.

So einfach geht es

Wie also schaffen es Leute, dennoch "geheime" Pornos auf YouTube hochzuladen? Indem sie die Videos einfach nicht öffentlich listen und den Zugriff über einen Link auf einer anderen Seite ermöglichen. Damit entziehen sie die Inhalte weitgehend der Kontrolle der Mitarbeiter und der Community. Das anstößige Material aber auch Raubkopien können dadurch zumindest über einen längeren Zeitraum hinweg nicht entdeckt werden.

Aber warum eigentlich?

Natürlich stellt sich die Frage, wozu man ein Video auf YouTube hochlädt, wenn man es auf der Plattform nicht öffentlich zugänglich macht. Die Antwort darauf ist recht simpel: Einerseits generieren die Piraten über die Verlinkung dieser Inhalte auf anderen Seiten dennoch Traffic und mitunter auch Werbeeinnahmen. Andererseits nutzen sie so - und das darf man auch nicht unterschätzen - eine sehr zuverlässige und stabile Infrastruktur, was auch nicht selbstverständlich ist.

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