Fakten von

Wo Tiere gut leben und
angstfrei sterben dürfen

Auf diesen Höfen werden Schweine, Rinder und Co. tierschutzgerecht geschlachtet

Tiere auf dem Schwarzbergerhof in Oberösterreich © Bild: Schwarzbergerhof

Wer will schon ein Schnitzerl essen, das von einem Tier stammt, das Todesängste ausgestanden oder sich zumindest in einer außergewöhnlichen Stresssituation befunden hat, bevor es gestorben ist. Vermutlich niemand. Und dennoch sind viele der Tiere, die schließlich auf unserem Teller landen, solchen lebensverachtenden Bedingungen ausgesetzt. Dass es auch anders geht, beweisen einige wenige, dafür aber umso vorbildlichere Betriebe in Österreich. Wir verraten Ihnen, wo Rind, Schwein und Co. nicht nur bio aufgezogen, sondern auch artgerecht geschlachtet werden und wo Sie das Fleisch bzw. die Fleischprodukte kaufen sowie genießen können.

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Natürlich kann man das Schweinderl nicht zu Tode streicheln. Doch zwischen langen Transportwegen und einem großen, unpersönlichen Schlachtbetrieb einerseits und einem Hof, auf dem das Tier aufgezogen, auf der Weide gehalten und unter Umständen sogar von derselben Hand geschlachtet wird, die es zuvor tagtäglich gefüttert hat, liegen Welten. Und nicht zuletzt stecken all der Stress, all die Angst, die das Tier kurz vor seinem Tod erleiden musste, direkt im Fleisch, das dann auf unseren Teller kommt.

© Labonca Biohof Labonca Biohof

"Anders" geschlachtet, also ohne Einsatz von CO2, wie es in großen Schlachthäusern üblich ist, ohne Tritte, Elektroschocks und ähnliche Grausamkeiten, wird auf dem steirischen Labonca Biohof. Hier werden in erster Linie Schweine, aber auch Rinder und Geflügel gezüchtet. "Die Schweine kommen eine Woche vor der Schlachtung in den Schlachtbereich, erklärt Norbert Hackl, Betreiber des Labonca Biohofs. Dabei handelt es sich um eine 8.000 Quadratmeter große Weide, auf der das Schlachthaus steht. "Das Schlachthaus ist Teil der Weide, und die Weide ist ihr Zuhause." Indem sie tagtäglich "hineingefüttert" werden, werden die Tiere mit dem Schlachthaus vertraut gemacht. Da es ein offen gestalteter Bereich ist, können es die Tiere nach Belieben betreten und wieder verlassen.