Asyl von

Faymann: Zelte "Armutszeugnis"

Container könnte sich der Kanzler aber unter gewissen Voraussetzungen vorstellen

Protestkundgebung vor dem Parlament. © Bild: APA/Georg Hochmuth

Bundeskanzler Werner Faymann will keine Asylwerber in Zelten sehen. Solche Maßnahmen kommen "nicht in Frage", hielt er im Pressefoyer nach dem Ministerrat fest. Innenministerin Johanna Mikl-Leitner habe in der Regierungssitzung allerdings auch mit keinem Wort von etwaigen Zelten gesprochen, betonte er. Jedenfalls werde sich bald weisen, inwieweit die Länder Ende November die gemeinsam beschlossenen Vorgaben umsetzen - und auch, wie viel die Unterschrift eines Landeshauptmanns wert sei.

Faymann hätte es eigenen Angaben zufolge nie für möglich gehalten, dass man für die Unterbringung von 800 bis 900 Asylwerbern Zeltlager braucht". Die Länder hätten seit dem Asylgipfel "wochenlang" Zeit gehabt, Unterkünfte zu schaffen. "Da ein Zelt aufzustellen, wäre ein Armutszeugnis." Nicht so ablehnend äußert sich Faymann zu Containerlösungen: "Das kommt auf den Container an" - bzw. auf dessen Bauweise.

Der Bundeskanzler nahm mit Nachdruck die Landeshauptleute in die Pflicht: Mit denen habe man beim Asylgipfel im Oktober eine Einigung erzielt. Ende November werde sich herausstellen, "welche Landeshauptleute die eigene Unterschrift nicht ernst nehmen". Er verwies auch darauf, dass Verteidigungsminister Norbert Darabos seine Unterstützung zugesichert habe: sowohl für die Unterbringung in Kasernen oder das Aufstellen von Containern auf Bundesheer-Grund betreffend.

Kommentare

derpradler

man könnte doch die Einheimischen aus den Wohnungen werfen, damit die "Flüchtlinge" schön wohnen können. Nach 2 Jahren ist das Haus dann abbruchreif und kann dem imobilien-Markt zugeführt werden! Damit könnte sich Faymann bei den Bilderbergen doch sicher ein Sternchen dazu verdienen!

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Da werden die Herrschaften Flüchtlinge sich aber beim Kärntner Landeshauptmann Dörfler in Reih undGlied anstellen, dass sie wieder in das derzeit geschlossene Asylantenheim auf der Saualm einziehen dürfen. Das Heim ist im Vergleich zu Containern ein 7-Sterne-Hotel. Was werden jetzt die vielen Gutmenschen sagen, die geschrien haben, das Heim sei total untolerierbar?

Ignaz-Kutschnberger
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@kickoff...
Diese Gutmenschen sagen: die Zustände dort waren nicht OK!! Weil 2x 3 Minuten duschen pro Woche kanns doch nicht sein, bei derlei Unterkunftspreisen, die zwar einem 7-Stern-Hotel entsprochen haben, aber in Wahrheit nicht mal EINEN Stern verdient haben!! ...da gab es scheinbar Geld für FRISCHE Lebensmittel...eingekauft wurden aber scheinbar die 50%-Ermäßigung-Billigaktionen mit 1 Tag vor Ablauf... wer oder was hat da dort bitte das Geld in die Tasche gesteckt??

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Entschuldigen Sie lieber "War-Lord" - eigentlich habe ich Sie immer für einen Realisten gehalten aber anscheinend glauben Sie auch nur was Ihnen gefällt. Versuchen Sie einfach nur einmal mit einer Stoppuhr nachzuvollziehen, wie lange drei Minuten sind. Dann werden Sie nämlich draufkommen, dass drei Minuten selbst wenn ich diese drei Minuten dann zu messen beginne, wenn ich schon nackt ......

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...vor der Dusche stehe nicht ausreichen, um sich ordentlich einzuseifen. Schon deshalb ist das ein Märchen, um die Saualm madig zu machen. Aber selbst dann ist die Saualm im Vergleich zu einem Container noch immer ein 7 Sterne Hotel! Stellen Sie sich doch einmal die "Duschverhältnisse" in einem Container vor! Also Hirn einschalten was die 3 Minuten anbelangt!

Ignaz-Kutschnberger

@zombie69...
Nun ja... sollte sich für dich kein Container mehr finden, kann ich über einen Bekannten der ein größeres Bauunternehmen hier im Lande leitet, sicher noch speziell einen für DICH organisieren...
Also bei aller Liebe oder allem Hass gegen diese Menschen, denk ich mal, dass ein Container nicht unbedingt gerade eine Luxus-Herberge ist, also versteh ich irgendwie den aufkommenden "Neid" da nicht so ganz von deiner Seite?? Finde allerdings die Container-Lösung durchaus ok, sofern die über ein Heizsystem und isolierte Innenwände verfügen... weil Winter bei unter + 5 Grad im Container ist ohne Isolierung und Heizung sicher nicht besonders lustig... würd mich aber bereiterklären mit meinem Freund @zombie69 mal bei +5 Grad im Container eine Stunde Probe zu liegen, damit er sich da auch mal ein Bild machen kann, ob das irgendwie annähernd mit nem 3 Stern Hotel vergleichbar ist ;-)

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Von solcher Fürsorge, die Asylbewerber erfahren in A, können Einheimische die immer in die Sozialwerke einzahlten und unverschuldet in Not geraten, nur träumen. Die Prioritäten scheinen gesetzt in A. Die Einheimischen gehören nicht dazu.

lilienfeld1 melden

Wenn tausende unserer Kinder in Containern unterrichtet werden, kräht kein Hahn danach, wenn tausende Mindestpernsionisten mit Ausgleichszulage grade mal ca 780,-- bekommen, nix dazuverdienen dürfen und von dieser Wahnsinnssumme Miete, Strom usw bezahlen müssen und von dem Geld auch noch leben sollen, kräht kein Hahn danach. Aber wehe, es trifft "Nicht-Österreicher", vor allem Asylanten, von denen meiner Meinung nach der Großteil eh nur Wirtschaftsflüchtlinge sind, die mit lumpigen 19 Euro Taschengeld am Tag auskommen müssen, dann geht unsere Regierung auf die Barrikaden. Für diese Menschen ist alles unmenschlich, was für uns Österreicher Normalität ist. "Unsere Regierung" gibt es doch schon lange nicht mehr. Vor der Wahl kriegen wir wieder Wahlzuckerl, die uns nach der Wahl sofort wieder weggenommen werden (automatischer Heizkostenzuschuss für Mindestpensionisten z.B.). Es darf sich keiner wundern, wenn man dann Menschen, die wirklich verfolgt werden und Asyl beantragen müssen, um ihr nacktes Leben zu retten, ebenso kritisch gegenüber stehen wie den Sozialschmarotzern.

Silvia Pecha
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Genau so ist es

Von solcher Fürsorge, die Asylbewerber erfahren in A, können Einheimische die immer in die Sozialwerke einzahlten und unverschuldet in Not geraten, nur träumen. Die Prioritäten scheinen gesetzt in A. Die Einheimischen gehören nicht dazu.

Von solcher Fürsorge, die Asylbewerber erfahren in A, können Einheimische die immer in die Sozialwerke einzahlten und unverschuldet in Not geraten, nur träumen. Die Prioritäten scheinen gesetzt in A. Die Einheimischen gehören nicht dazu.

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