Frank Thelen
©Open-iWo steht Europa in einer Welt, die sich durch Künstliche Intelligenz, Robotik und Datenökonomie rasant neu ordnet? Diese Frage stand nicht explizit auf dem Programm des Open-i-Kongresses in Zürich. Und doch bestimmte sie die Debatten. Die Antworten sind vielschichtig – und ernüchternd.
Die Welt wird schneller, Europa nicht: dieser Eindruck prägte im Spätherbst des Vorjahres den Open-i-Kongress in Zürich. Offiziell ging es um Technologien und Innovationen. Tatsächlich aber verdichteten sich sehr unterschiedliche Perspektiven zu einer gemeinsamen Frage: Wo steht Europa in einer Welt, die sich mit Blick auf Künstliche Intelligenz, Robotik und Datenökonomie neu sortiert? Noch dazu in einer Geschwindigkeit, die atemberaubend ist?
Die globale Umordnung
Den großen Rahmen spannt an diesem Tag Gerd Leonhard. Seine Berufsbezeichnung: Futurist und Humanist. Sein wenig überraschender Befund: „Die traditionelle ökonomische Logik, wie alles funktioniert, bricht gerade zusammen.“ Doch Leonhard ist nicht nur Schwarzmaler, sondern auch Optimist. Er glaubt an eine gute Zukunft: „Wenn wir es richtig machen, können wir viele Probleme lösen. Wir haben das Geld. Wir haben die Möglichkeiten. Das Problem: Wir arbeiten nicht zusammen.“
Leonhard spricht nicht von einer vorübergehenden Krise, sondern von einer strukturellen Verschiebung: „Wir befinden uns nicht nur in einer Phase der globalen Unordnung, sondern der globalen Umordnung.“ Besonders hängen bleibt ein Satz: „Menschen zu ersetzen, ist der größte ökonomische Treibstoffin der Wirtschaft.“ Effizienzgewinne entstehen derzeit vor allem durch Automatisierung. Die Profiteure dieser Entwicklung sind klar definiert. Sie sind überschaubar. Und mächtig.
„Wenn unser Anreiz Geld und Macht bleibt, wird das nicht reichen“, sagt Leonhard. Er lenkt den Blick weg von der Technik hin zur Haltung. „Die Frage ist nicht: Was können wir? Sondern: Was wollen wir?“ Und hin zu Fragen, die bislang nur Randthemen waren: Ist es gut, wenn wir nicht mehr arbeiten müssen? Was bedeutet es, wenn wir 150 Jahre alt werden? Können wir eine Superintelligenz mit einem IQ jenseits des Vorstellbaren kontrollieren? Wie blicken wir als Gesellschaft auf ein Unternehmen, das zwar Milliarden Euro an Umsatz macht, aber nur zehn Mitarbeiter hat?

Gerd Leonard, Futurist und Humanist, über Automatisierung als neuen Machtfaktor
© Stuart ThomasDie bereits einsetzende Dehumanisierung von Arbeit und Gesellschaft ist laut Leonhard kein Zufall. Seine Warnung: „Wir können die existenziellen Nebenwirkungen von AI nicht ignorieren. Diesen Fehler haben wir schon einmal gemacht – beim Klimawandel.“ Das Ende der Routinearbeit sei nur eine Frage der Zeit. Wen wird es als Erstes treffen? Leonhard hat eine passende Studie dabei. Es sind Mitarbeiter von Fast-Food-Ketten, die zu 89 Prozent vom Wandel auf dem
Arbeitsmarkt betroffen sein werden. Aber auch 76 Prozent der Mitarbeiter in der Buchhaltung werden von der KI ersetzt.
Roboter in der Küche für reproduktive Arbeiten? Rolf Hiltl, Inhaber der Hiltl AG in vierter Generation, hätte damit kein Problem. Sein Unternehmen betreibt das älteste vegetarische Restaurant der Welt, gegründet 1898. Fünf Betriebe gibt es in Zürich. „Aber wir als Arbeitgeber müssen dennoch unsere Verantwortung wahrnehmen. Auch gegenüber den Mitarbeitern.“ Es klingt wie eine hohle Phrase – noch. Denn Leonhard hat auch ein drastisches Beispiel aus Kalifornien mitgebracht. Hier hat das KI-Unternehmen Artisan AI, das „KI-Mitarbeiter“ für die Kundenakquise anbietet, Ende des Vorjahres mit einer kontroversen Plakatkampagne für Aufsehen gesorgt. Die provokante Botschaft „Stop Hiring Humans” (Hört auf, Menschen einzustellen).
Von Menschen für Menschen
Die Antwort des Zukunftsforschers auf solche Entwicklungen: „Von und für Menschen gemachte Inhalte müssen bezahlt werden. Kollektiv oder privat.“ Im Gleichklang heißt das, dass für die Zukunft, die gerade in Silicon Valley gebaut wird, in Europa Regeln gefunden werden müssen. Für die Zusammenarbeit von Menschen, vor allem aber für die Regulierung von KI. „Europa steht für Humanismus“, sagt Leonhard. „Das macht uns langsam. Und manchmal faul. Wir brauchen einen Neustart in Schulen, in der Bildung, in Universitäten.“
Wird KI uns übernehmen? Wird sie Kontrolle gewinnen, Entscheidungen treffen, Gesellschaften destabilisieren? Die kurze Antwort aus der Wissenschaft lautet: nein. Die differenziertere: Wir unterschätzen sie trotzdem. Andreas Krause, Professor an der ETH Zürich und einer der international führenden Forscher im Bereich Reinforcement Learning, formuliert es nüchtern: „Ich glaube, dass wir eher noch unterschätzen, was die KI künftig können wird.“ KI lerne nicht linear, sondern durch Trial & Error. Systeme probieren aus, bekommen Feedback und passen sich an. Diese Fähigkeit zur Anpassung mache sie mächtig. Die eigentliche Herausforderung liege in der Geschwindigkeit, mit der sich Systeme entwickeln, während Regulierung, Bildung und gesellschaftliche Debatten oft hinterherhinken.
Made in Swiss
Wer Zukunft ausschließlich im Silicon Valley oder in der chinesischen Technologiemetropole Shenzhen verortet, übersieht einen zentralen Ort in Europa: die ETH Zürich. Sie ist nicht nur eine der führenden technischen Universitäten der Welt, sondern ein Produktionsort für Technologie. Rund um die ETH ist in den vergangenen Jahren ein dichtes Start-up-Ökosystem entstanden, insbesondere im Bereich der Robotik. Viele dieser Unternehmen arbeiten nicht an visionären Konzepten, sondern an konkreten Anwendungen, die unter realen Bedingungen funktionieren müssen.
Roland Siegwart, Professor für autonome Systeme, steht exemplarisch für diesen Ansatz. Er warnt vor überzogenen Erwartungen und rückt gleichzeitig die tatsächlichen Fortschritte ins Licht. telligenz. Das ist viel komplexer.“ Sieg„Robotik ist viel mehr als Künstliche Inwart macht das an einem scheinbar banalen Beispiel deutlich. Die Auff orderung „Räum die Küche auf“ klingt trivial, ist für Maschinen aber hochkomplex. „Fragile Gegenstände, unklare Situationen, Kontext – all das erfordert Verständnis, nicht Rechenleistung“, sagt Siegwart und ergänzt beinahe beruhigend: „Fingerfertigkeit müssen Roboter noch lernen.“
Humanoide Roboter, die diese menschlichen Fähigkeiten – sehen, spüren, verstehen – zuverlässig beherrschen, seien noch nicht in Reichweite. Aber Roboter haben mittlerweile gelernt, Ellenbogen einzusetzen, um über Hindernisse zu kommen oder darunter durchzukriechen. „Das ist erst der Anfang. Roboter, die das können, was wir Menschen selbstverständlich können, dauern wohl noch länger.“ Ganz anders ist die Ausgangslage bei Industrierobotern. Stand heute werden pro Jahr etwa eine halbe Million installiert – 30 Prozent davon in China.
Wo Robotik heute bereits Realität ist
Gleichzeitig macht Siegwart klar, dass Robotik längst wirtschaftlich relevant ist. „Die Zukunft von Robotik ist dort, wo es eine gefährliche Umgebung für den Menschen gibt.“ In den vergangenen zwölf Jahren sind an der ETH Zürich rund 30 Robotik-Start-ups entstanden. Der Weg zur Marktreife ist lang, oft 15 Jahre oder mehr. Kaum eines ist schnell profitabel. Doch die Anwendungen sind konkret. ANYbotics entwickelt vierbeinige Roboter zur Inspektion kritischer Infrastruktur wie Kraftwerke, Industrieanlagen und Tunnel. Wingtra baut Drohnen für hochpräzises 3D-Mapping ganzer Städte. Voliro setzt auf Flugroboter für Industrieanlagen.
Beispiel Windkraftanlagen: Heute hängen dafür bei Inspektionen oft zwei Menschen stundenlang an Seilen – in großer Höhe und bei widrigen Bedingungen. Ein robotisches Fluggerät kann dieselbe Aufgabe in rund 20 Minuten erledigen. Der Unterschied ist nicht nur eine Frage der Effizienz, sondern auch der Sicherheit. „Menschen und Roboter ergänzen sich perfekt“, sagt Siegwart und ergänzt: „Jobverluste durch Robotik muss man diskutieren und die Menschen drauf sensibilisieren.“

Susan Mérillat, Health & Longevity Center Universität Zürich, über das ungenutzte Potenzial medizinischer Daten
© Joan Nathanael MinderMedizin, Daten und KI
Besonders deutlich wird die Ambivalenz technologischen Fortschritts im Bereich der Medizin. Susan Mérillat vom Health & Longevity Center der Universität Zürich verweist darauf, dass wir alle längst enorme Datenmengen erzeugen. Sensoren, Wearables und medizinische Geräte sammeln kontinuierlich Informationen über den menschlichen Körper. Das Potenzial dieser Daten werde bislang jedoch kaum ausgeschöpft. Sie seien fragmentiert, es fehle an sicherer Infrastruktur und an Kontext. „Die entscheidende Frage ist nicht, wie viele Daten verfügbar sind, sondern was sich aus ihnen tatsächlich lernen lässt – etwa über gesundes Altern.“
Christina Röcke, Co-Direktorin des Zentrums, formuliert es so: „Ja, Daten sind ein großer Schatz. Aber alleine helfen sie nicht weiter, wenn man sie nicht interpretieren kann.“ Die Bereitschaft vieler Menschen, Informationen zu teilen, wachse. Voraussetzung dafür seien Transparenz und Vertrauen. Frage an das Publikum im gut besetzten Saal: Sollen Siri oder Alexa beim Arztgespräch mithören können? Mehr als die Hälfte der Hände geht hoch.
Dass KI längst Teil des medizinischen Alltags ist, zeigt das Unternehmen MPA Assist. Die Software transkribiert ArztPatienten-Gespräche, OP-Berichte und medizinische Dokumentationen. Seit über zwei Jahren ist sie in Spitälern und Praxen im Einsatz. „KI ersetzt Arbeit. KI kann besser tippen. Ist so“, sagt CEO Michelle Plüss-Grab. Halluzinationen, also erfundene Inhalte, seien ein bekanntes Thema, aber eines, das sich handhaben lasse. Die Letztverantwortung bleibe beim Menschen.
Provokateur und Seismograf
Mit Frank Thelen verschiebt sich der Ton beim Innovationskongress. Thelen ist Unternehmer und Investor, bekannt aus der Fernsehsendung „Die Höhle der Löwen“. Er ist kein Wissenschafter, sondern jemand, der bewusst zuspitzt, um Aufmerksamkeit zu erzeugen. „Die nächsten fünf Jahre werden verrückter als wir denken“, sagt er. Denn das nächste große Ding, das unser Leben maßgeblich beeinflussen wird, sei bereits jetzt im KI-Labor.
Robotik, Künstliche Intelligenz und Edge Computing beginnen wirtschaftlich relevant zu werden. „Humanoide Roboter werden das größte Produkt der Welt“, ist der Unternehmer überzeugt. Sein Blick richtet sich dabei konsequent auf Machtfaktoren. „Seltene Erden, Energie, Chips, das ist das Wirtschaftsgame der Zukunft.“ Technologie entstehe nicht im luftleeren Raum, sondern dort, wo Rechenleistung, Materialien und günstige Energie verfügbar sind. China habe dafür einen Plan. Die USA ebenfalls. „Europa reguliert sich zu Tode“, urteilt der Unternehmer. Und: „Wir denken zu klein. Wir müssen aber größer und vor allem anders denken.“


Vision. Der "Microlino" interpretiert individuelle Mobilität neu. Bis heute wurden 5.000 Mini-E-Autos produziert
© beigestelltGeschwindigkeit, Mobilität, Weltall
Groß denken, das kann Thelen. Hyperloop, also Reisen mit 1.400 Kilometer pro Stunde und andere neue Mobilitätsformen sind für ihn längst greifbar. „Es wird mehr Wege des Reisens geben.“ Autonomes Fahren hält er für technisch gelöst. Der Chip fürs Gehirn? Fertig. „Ob uns das passt oder nicht.“ Wieder die Frage ans Publikum: „Wer ist schon mal mit einem selbstfahrenden Auto gefahren?“ Zehn Prozent der Hände im mit rund 500 Zuhörern gut besetzten Saal gehen hoch. Thelen ist beeindruckt. „Normalerweise geht da keine Hand hoch. All das würde unserer Ökonomie helfen. Aber wir in Europa fragen: Wollen wir das? Autonomie?“ Sein Rat: „Fahrt nach China. Schaut euch an, was die dort machen.“
Aber auch das Weltall spielt in seiner Argumentation eine zentrale Rolle. „Die Macht liegt im Weltall.“ Europa habe zwar Programme, aber keine dominante private Plattform mit SpaceX vergleichbar. Als Beispiel für europäische Ambitionen nennt er EnduroSat, ein bulgarisches New-Space-Unternehmen mit dem Ziel, Satellitenzugang und Datentransfer deutlich zu verbilligen. Auch Thelen sieht humanoide Roboter als Schlüsselprodukt. „Drei Unternehmen in diesem Segment sind an dem Punkt, wo das Produkt fertig entwickelt ist. Es fehlt nur noch die Produktion.“
Thelen stellt Szenarien im Stakkato in den Raum. Seine Mission: wachrütteln. Was könnte das jetzige Spielfeld verändern? Auch darauf hat er Antworten. „Quantencomputer könnten schneller kommen, als wir denken. Da spielt Europa mit.“ Ein neuer Algorithmus, eine neue Art, Chips zu bauen? Ein politischer Milei in Europa? „Der kommt“, ist Thelen überzeugt. Es würde ihm gefallen. „Auch weniger Regulierung würde das Spielfeld massiv verändern.“

Frank Thelen, Investor und Vordenker, über den globalen Wettlauf
© APA-Images / dpa / Carsten KoallInnovation sichtbar machen
Orientierung im technischen Wandel will auch die Wirtschaftskammer Österreich bieten. Beim Open-i-Kongress stellt sie ihre „Innovation Map“ vor. Dabei handelt es sich um eine interaktive Technologie-Landkarte, die 105 globale Zukunftstechnologien systematisch erfasst. Die Map zeigt, wie weit einzelne Technologien entwickelt sind und in welchen Bereichen sie wirtschaftliche, gesellschaftliche oder ökologische Wirkung entfalten können. Die Bandbreite reicht von Gehirnchip-Implantate über smarten Straßenbelag bis hin zu Lebensmittel aus dem 3D-Drucker. Unternehmen erhalten damit ein Instrument, um Reifegrade einzuschätzen und strategische Entscheidungen zu treffen. Vor allem aber macht die Übersicht sichtbar, wo Europa technologisch stark ist und wo Lücken klaffen.
Dass Innovation nicht nur Tempo, sondern vor allem auch Konsequenz erfordert, zeigt Wim Ouboter, CEO von Micro Mobility Systems. Der ein oder andere kennt und nutzt den von ihm entwickelten Mini-Scooter. Ouboter baut aber auch Autos. Der Microlino ist klein, elektrisch und effizient. Zwei Sitze, 90 Kilometer pro Stunde, bis zu 230 Kilometer Reichweite. Der Unternehmensslogan: „How much car do you really need?“ Bis heute wurden 5.000 Mini-E-Auto produziert – in einer eigenen Fabrik in China. Aus Kostengründen. „Am Ende geht es immer um den Preis. Wir haben 40 Prozent günstigere Herstellungskosten in China“, sagt Ouboter.
70 Millionen Schweizer Franken hat er in seinen Microlino reingebuttert. „Für verrückte Projekte gibt es keinen Bankkredit“, sagt Ouboter. „Es braucht Incentives, wenn wir in Europa produzieren sollen. Sonst haben wir keine Chance gegen chinesische Autos.“ Der Unternehmer spricht offen über Europas strukturelle Nachteile: Alte Gesetze, lange Verfahren, fehlende Anreize. „Man braucht immer Plan B und Plan C.“ Und Gelassenheit gegenüber einer Gewissheit, die jedes erfolgreiche Produkt begleitet: „Man wird sowieso kopiert.“
Ouboter weiß, was alles auf dem Spiel steht: Wer in Europa produziert und agiert, braucht Kapital und politische Rückendeckung. Vor allem aber geht es um Tempo. Denn die größte Gefahr geht nicht von Künstlicher Intelligenz aus, sondern vom Glauben, man könne sich Zeit lassen. Die globale Umordnung läuft. Europa muss entscheiden, ob es handelt oder zusieht.
Gastkommentar: Vergaberecht als Hebel für Innovation


Öffentliche Beschaffung kann als strategisches Instrument zur Stärkung von Innovation und Wettbewerb eingesetzt werden.
Öffentliche Beschaffung ist ein wesentlicher wirtschaftspolitischer Hebel zur Förderung von Innovation und zur Weiterentwicklung von Märkten. Das Bundesvergabegesetz schafft dafür einen rechtlichen Rahmen, der über die bloße Bedarfsdeckung hinaus gezielte innovationsfördernde Impulse ermöglicht.
In der Praxis setzt dies bereits in der Vorbereitung des Vergabeverfahrens an. Eine funktionale Leistungsbeschreibung erlaubt es, Ziele und Anforderungen zu definieren, ohne konkrete technische Lösungen vorzugeben. Dadurch entsteht Spielraum für innovative Ansätze und zugleich werden neue Marktteilnehmer leichter eingebunden.
Bei komplexen Vorhaben kommt Verfahren mit Interaktion zwischen Auftraggeber und Unternehmen besondere Bedeutung zu. Der wettbewerbliche Dialog ermöglicht es, gemeinsam mit den Teilnehmern Lösungsansätze zu entwickeln und schrittweise zu konkretisieren. Dies reduziert Unsicherheiten und erleichtert die Identifikation tragfähiger, innovativer Konzepte.
Die Innovationspartnerschaft erlaubt es darüber hinaus sogar, die Entwicklung von neuen oder deutlich verbesserten Leistungen, die in der erforderlichen Form am Markt nicht erhältlich sind, und die anschließende Beschaffung in einem Verfahren zu verbinden. Innovationen können so gezielt bis zur Einsatzreife begleitet und bei Erreichen definierter Leistungsparameter unmittelbar beschafft werden.
Weitere Impulse ergeben sich aus der aktuellen BVergG-Novelle sowie aus unionsrechtlichen Vorgaben, die strategische Ziele wie Nachhaltigkeit, Resilienz und vertrauenswürdige Künstliche Intelligenz stärker verankern und so zu Innovationen beitragen.
Ein strukturierter Einsatz dieser Instrumente ermöglicht es, Nachfrage nach Innovation gezielt zu steuern und wirtschaftliche Impulse zu setzen.
Dieser Beitrag ist ursprünglich in der News-Printausgabe Nr. 13/2026 erschienen.




