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Lesepatenschaften sollen ausgebaut werden

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©APA, dpa, Hendrik Schmidt
Über 4.600 ehrenamtliche Lesepatinnen und Lesepaten engagieren sich bereits in Kindergärten, Volksschulen, Bibliotheken und anderen Einrichtungen, um Kindern und Jugendlichen beim Lesen zu unterstützen oder ihnen vorzulesen. Anlässlich des Österreichischen Vorlesetags am 26. März soll diese Initiative durch zusätzliche Fördermittel von 120.000 Euro ausgebaut werden. Organisationen, die Patinnen und Paten qualifizieren oder begleiten, können bis Ende April Anträge stellen.

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Mehr als 10.000 Vorlese-Veranstaltungen finden anlässlich des Vorlesetags in ganz Österreich statt. Der Tag soll daran erinnern, wie wichtig Lesen für den Spracherwerb ist, aber auch dafür, um etwas von der Welt mitzubekommen, so Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) bei einer Pressekonferenz am Donnerstag. Dabei komme den Bildungseinrichtungen natürlich eine wichtige Funktion zu - Lust aufs Lesen zu machen sei aber auch eine gesamt- bzw. zivilgesellschaftliche Aufgabe.

Als Testimonial fungiert unter anderem der Kinderbuchautor Thomas Brezina. Er wehrte sich unter anderem dagegen, Bücher in "gute" oder "schlecht" zu unterteilen. "Auf die Fertigkeit des Lesens kommt es an." Kinder müssten erst einmal einen Sinn im Lesen sehen. Dabei sollten sie immer die Freiheit haben sich auszusuchen, was sie lesen wollen. Wichtiger Einstieg dabei sei das Vorlesen als "eine der wichtigsten Verbindungen zwischen Kindern und Erwachsenen".

Lesepatinnen und Lesepaten kommen etwa einmal pro Woche in Volksschulen oder Kindergärten und lesen gemeinsam mit den Kindern bzw. lesen ihnen vor. Dabei sollen sie auch nachfragen, Worte erklären etc. Voraussetzung dafür ist Unbescholtenheit, gutes Deutsch, Geduld und regelmäßige Zeit.

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