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Ernährungskrise in Somalia verschlimmert sich

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Farmer transportiert in Dürregebiet Wasserkanister mit Scheibtruhe
©AFP, APA, TONY KARUMBA
In Somalia hat sich die Zahl der Menschen, die unter akuter Nahrungsknappheit leiden, innerhalb eines Jahres auf 6,5 Millionen Menschen verdoppelt. Das geht aus neuen Zahlen des IPC (Integrated Food Security Classification) hervor. Die Initiative beobachtet Nahrungskrisen weltweit. Rund 1,8 Millionen somalische Kinder sind dem Bericht zufolge von akuter Unterernährung bedroht. Somalia hat etwa 19 Millionen Einwohner.

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In dem fünfstufigen Alarmsystem der IPC gelten für Somalia die Stufen drei bis vier, die Krise beziehungsweise Notstand bedeuten. Dabei sind etwa zwei Millionen Somalis von der Stufe vier betroffen. Die fünfte und höchste Stufe steht für eine Hungerkatastrophe. Zu der Verschlechterung der Ernährungslage haben anhaltende Dürre und steigende Lebensmittelpreise beigetragen. Hinzu kommt die Unsicherheit in großen Teilen des Landes, in denen die islamistische Terrormiliz Al-Shabaab aktiv ist.

Gleichzeitig gebe es enorme Finanzierungslücken für Nothilfemaßnahmen, warnte der Landesdirektor der Welthungerhilfe für Somalia, Alexander Fenwick. Somalia stehe vor einer sich zuspitzenden Hungerkrise. "Familien stehen vor unmöglichen Entscheidungen: Welches Kind darf etwas zu essen bekommen? Wie weit müssen sie laufen, um Wasser zu finden? Und werden sie den nächsten Tag überhaupt überleben?"

Das Land am Horn von Afrika ist stark von den Folgen des Klimawandels betroffen und hatte erst 2022 eine schwere Dürre erlebt. Nun haben UNO-Berichten zufolge bereits mehr als drei Millionen Menschen ihre Dörfer verlassen und sind Binnenflüchtlinge innerhalb des Landes. Die somalische Regierung hatte schon Ende 2025 den Dürrenotstand erklärt.

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