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Die Musiker sind in der Szene keine Unbekannten, sondern heimische Punk-Legenden: Neben Krispel (7Sioux/The Clashinistas) gehören Gitarrist Robert "Räudig" Wolf (Chuzpe), Drummer Christian Unger (Willi Warma) und Bassist Tom Niesner (Schweine im Weltall) der Formation an. Gesungen wird auf Deutsch und im Wiener Dialekt - "bissig, poetisch, ungeschönt". Post sei entstanden "aus dem sozialen und freundschaftlichen Umgang der Beteiligten miteinander und der Wahrnehmung der jeweiligen Musik, die jeder von uns vier macht und gemacht hat", sagt Krispel.
Post verorten sich musikalisch "zwischen der schnörkellosen Energie von Wilko Johnson und der unbändigen Energie von The Clash, kombiniert mit der gesellschaftskritischen Haltung eines Sigi Maron". Harsche Gitarren, minimalistische Arrangements, stoischer Groove und eine rotzige Attitüde prägen den Sound. Es soll "keine Retro-Show" sein, sondern "ein wütend-zeitgenössisches Update des späten Siebziger-Feelings".
"Linke Positionen sind sicher ein Teil von Post", betont Krispel, "zugleich der immer mehr verloren gehende individuelle, gerne sich selbst hinterfragende Humor von (Post-)Punk, der auch Widersprüche aushält und dem Dogmatismus und 'Selbstergriffenheit' einfach per se zuwider sind: Ungute Dinge, von denen unsere Welt im Großen und Kleinen zunehmend übergeht. Drum singen wir 'Alles ist besser als wir' ebenso wie 'dass sich etwas ändern muss, aber keine Ahnung was'."
"Go Boomer Go!" wird am 9. April in der Szene Wien live präsentiert. "Ein-, Wider- und Zuspruch sind uns allesamt willkommen, nieder mit der Gleichgültig- und Beliebigkeit", so Krispel.
(Das Gespräch führte Wolfgang Hauptmann/APA)
(S E R V I C E - www.postmusic.at )