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Punk-Legenden in Gruppe Post vereint: "Roh und direkt"

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Die Wiener Gruppe Post serviert auf ihrem Debüt "Go Boomer Go!" einen Sound zwischen spätem 70er-Punk und kantigem New Wave. "Roh, direkt und mit scharfem Schmäh zerlegt die Band Generationenmythen, Selbsttäuschungen und den ganz normalen Wahnsinn der Gegenwart", heißt es in der Ankündigung. Es galt "mit Absicht und Lust eine tanzbare, kritische Musik zu machen, die den Verhältnissen drein- und dagegenredet", erläuterte Sänger Rainer Krispel gegenüber der APA die Intention.

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Die Musiker sind in der Szene keine Unbekannten, sondern heimische Punk-Legenden: Neben Krispel (7Sioux/The Clashinistas) gehören Gitarrist Robert "Räudig" Wolf (Chuzpe), Drummer Christian Unger (Willi Warma) und Bassist Tom Niesner (Schweine im Weltall) der Formation an. Gesungen wird auf Deutsch und im Wiener Dialekt - "bissig, poetisch, ungeschönt". Post sei entstanden "aus dem sozialen und freundschaftlichen Umgang der Beteiligten miteinander und der Wahrnehmung der jeweiligen Musik, die jeder von uns vier macht und gemacht hat", sagt Krispel.

Post verorten sich musikalisch "zwischen der schnörkellosen Energie von Wilko Johnson und der unbändigen Energie von The Clash, kombiniert mit der gesellschaftskritischen Haltung eines Sigi Maron". Harsche Gitarren, minimalistische Arrangements, stoischer Groove und eine rotzige Attitüde prägen den Sound. Es soll "keine Retro-Show" sein, sondern "ein wütend-zeitgenössisches Update des späten Siebziger-Feelings".

"Linke Positionen sind sicher ein Teil von Post", betont Krispel, "zugleich der immer mehr verloren gehende individuelle, gerne sich selbst hinterfragende Humor von (Post-)Punk, der auch Widersprüche aushält und dem Dogmatismus und 'Selbstergriffenheit' einfach per se zuwider sind: Ungute Dinge, von denen unsere Welt im Großen und Kleinen zunehmend übergeht. Drum singen wir 'Alles ist besser als wir' ebenso wie 'dass sich etwas ändern muss, aber keine Ahnung was'."

"Go Boomer Go!" wird am 9. April in der Szene Wien live präsentiert. "Ein-, Wider- und Zuspruch sind uns allesamt willkommen, nieder mit der Gleichgültig- und Beliebigkeit", so Krispel.

(Das Gespräch führte Wolfgang Hauptmann/APA)

(S E R V I C E - www.postmusic.at )

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