von
Das zeigt eine Erhebung der Johannes Kepler Universität Linz (JKU). Im vergangenen Jahr bestellten demnach 23 Prozent der heimischen Konsumentinnen und Konsumenten online rezeptfreie Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel, aber nur 11 Prozent kauften Lebensmittel via Internet ein. Auch der kontinuierliche Rückzug der Supermarktketten aus dem Onlinegeschäft zeugt davon. 2005 bestellten 2 Prozent der Konsumenten Lebensmittel online, eine Dekade später waren es 9 Prozent. Seither hat sich der Markt nicht wesentlich nach oben bewegt.
Verglichen mit den Bürgerinnen und Bürgern anderer EU-Länder sind die Menschen hierzulande eher Onlinemuffel. Während der Anteil der Online-Einkäuferinnen und -Einkäufer (an allen Konsumenten zwischen 16 und 74 Jahren) in Österreich bei 73 Prozent liege, mache er in Irland bereits 95 Prozent aus, in den Niederlanden 94 Prozent, so JKU-Handelsforscher Ernst Gittenberger laut einer Aussendung. In Deutschland liegt er bei 81 Prozent.
In der 20-Jahres-Betrachtung hat sich die Zahl der Online-Shopperinnen und -Shopper in Österreich auf rund 5,0 Millionen verdreifacht, die Online-Ausgaben absolut betrachtet von 1,5 Mrd. Euro im Jahr 2006 auf 9,8 Mrd. Euro im Vorjahr mehr als versechsfacht.
Im Jahr 2005 zählten Bücher und Zeitschriften noch zu den am häufigsten via Internet gekauften Produkten, bereits zu Beginn der 2010er-Jahre haben ihnen Bekleidung und Sportartikel den Rang abgelaufen.
WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/APA/ZIMMERMANN/ZOE-SOPHIE ZIMMERMANN
