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Aus verhandlungstaktischen Gründen würden keine weiteren Details zum laufenden Ausschreibungsverfahren bekanntgegeben. Sollten die Verhandlungen zu einem positiven Abschluss kommen, "ist mit einer Entscheidung im ersten Quartal 2026 zu rechnen", teilte Achleitner, der auch Aufsichtsratsvorsitzender des Flughafen Linz ist, mit. Die Europäische Kommission hatte im Herbst 2024 der geplanten "Public Service Obligation"-Ausschreibung zugestimmt. Im Gegenzug zu der künftig mit öffentlichen Geldern geförderten Flugverbindung muss die Airline bis 2030 wöchentlich 14 Flüge von Linz und retour anbieten.
Seit 2019 schreibt der Regionalflughafen Verluste, Rücklagen sind so gut wie aufgebraucht und die Passagierzahlen sind im Keller. Diese sanken von 436.018 im Jahr 2019 auf 180.694 im Jahr 2024. Um eine mögliche Insolvenz abzuwenden, beschlossen Stadt und Land Oberösterreich eine Finanzspritze von 8 Mio. Euro. Auch der Anschluss an ein internationales Drehkreuz ist für die Eigentümer essenziell für den Fortbestand des Regionalflughafens. Als im Herbst diese Verbindung nach Frankfurt gekappt wurde, entschied das Land die Strecke zu subventionieren und auszuschreiben.
Kurz vor Weihnachten legte ein Konsortium um den oberösterreichischen Unternehmer Manfred Zorn der Stadt Linz ein Kaufangebot für ihren Hälfteanteil am Flughafen vor. Am Donnerstag hieß es aus dem Büro von Bürgermeister Dietmar Prammer (SPÖ), dass hier noch die Prüfung laufe.