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Flughafen Wien im Vorjahr mit neuem Passagierrekord

Aktualisiert
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Der Flughafen Wien hat im Vorjahr mehr als 32 Millionen Passagiere abgefertigt und damit einen neuen Rekord erzielt, teilte das Infrastrukturministerium am Donnerstag mit. Mit dem Ausbau der internationalen Luftverkehrsbeziehungen schuf das Ministerium zudem die Voraussetzungen, um die Rolle Österreichs als Hub in Europa zu stärken, so das Ministerium weiters. Infrastrukturminister Peter Hanke (SPÖ) hob vor allem die Verhandlungen mit Korea und Äthiopien hervor.

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In Abstimmung mit dem Außenministerium wurden zahlreiche Luftverkehrsabkommen abgeschlossen oder aktualisiert - und damit die Abhängigkeit von einzelnen Fluglinien oder Destinationen reduziert. Bei den Abkommen wurde vor allem auf die Einhaltung von Sozial- und Umweltstandards sowie auf einen fairen Wettbewerb geachtet, teilte das Ministerium weiters mit.

Die Verhandlungen mit Südkorea sollen in den nächsten Monaten abgeschlossen werden. Der Fokus liege hier bei der Luftfracht - der Flughafen Wien soll damit als Logistik-Knotenpunkt für Hightech-Güter gestärkt werden, sagte Hanke. In den ersten drei Quartalen 2025 stieg das Frachtaufkommen um 7,8 Prozent. Mit Äthiopien einigte man sich auf die Verdoppelung der Flugverbindungen auf 14 Flüge wöchentlich. Damit würden sich die wirtschaftlichen Chancen österreichischer Unternehmen in Afrika deutlich verbessern.

Die Zahl der Überflüge stieg im Vorjahr um mehr als 12 Prozent, teilte das Ministerium weiters mit. Am 13. Juli vergangenen Jahres gab es mit 4.381 Flugbewegungen über Österreich auch in diesem Punkt einen neuen Allzeit-Rekord. Dennoch zählte der Flughafen Wien zu den pünktlichsten Hubs. Und 92 Prozent der Verspätungen waren wetterbedingt.

"Wir sichern die rechtliche Basis für neues Wachstum, während der Standort Wien neue Rekorde bricht", kommentierte Hanke die aktuellen Zahlen. Zuletzt wurde Hanke ebenso wie Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) von Ryanair-Chef Michael O ́Leary heftig kritisiert. Der Chef der Billigairline forderte - wie auch von anderen Standorten - die Streichung der Flugabgabe sowie eine Senkung der Steuern und Gebühren. Sollte Österreich hier nicht einlenken, werde Ryanair 5 von 19 Flugzeugen vom Flughafen Wien abziehen.

Für die FPÖ gibt es daher keinen Grund, die Passagierzahlen zu feiern: "Airlines flüchten, Investitionen werden verhindert und wichtige Zukunftsprojekte begraben", merkte FPÖ-Generalsekretär und Verkehrssprecher Christian Hafenecker dazu an. "Nicht umsonst hat ihm der Ryanair-Chef den treffenden Spitznamen 'Hopeless Hanke' verliehen." So wurde eine Milliardeninvestition von Ryanair verhindert, die Ryanair-Tochter Malta Air verlässt Wien und kündigt 120 Mitarbeiter, aber auch Wizz Air habe ihren Rückzug angekündigt, teilte Hafenecker in einer Aussendung mit.

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