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Insgesamt sei 2025 aber ein "herausforderndes Jahr" gewesen, so Grimus. Die Konjunktur schwächle weiterhin, das treffe vor allem die steirische Industrie. Hinzu kommen die geopolitischen Verwerfungen und Zölle. Das erste Quartal 2025 war wegen des Wegfalls der Verbindung nach Amsterdam nicht berauschend, aber das vierte Quartal habe einen positiven Trend gebracht. "Wir haben uns gut behauptet", sagte der Geschäftsführer und verwies auf ein Gästeplus von insgesamt 1,4 Prozent bzw. rund 12.000 Passagieren im Vergleich zum Vorjahr.
Finanzstadtrat Manfred Eber (KPÖ) hob hervor, dass der Flughafen Graz erst vergangene Woche eine "Bewährungsprobe" bestanden habe, als mehrere große Flugzeuge statt zum gesperrten Flughafen Wien nach Graz ausweichen mussten. Die beiden Geschäftsführer, neben Grimus ist das auch noch Jürgen Löschnig, sind erst kürzlich für eine weitere Periode verlängert worden.
Grimus erwartet sich für 2026 neuerlich ein Gästeplus. Die ersten drei Wochen des neuen Jahres seien gut ausgelastet gewesen, wenngleich die AUA ihre Verbindung zwischen Graz und Wien wegen drei fehlender Maschinen im Jänner und Februar auf nur einen Flug täglich ausdünnen musste. Ziel sei es, wieder drei tägliche Verbindungen in die Bundeshauptstadt anzubieten. Große Hoffnungen setzt der Flughafen auch in die neue Linienverbindung nach London-Gatwick, die seit dem Herbst von der British Airways-Tochter BA Euroflyer betrieben wird und bisher ebenfalls sehr gute Zahlen verzeichnet habe. Von den neun Liniendestinationen (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Istanbul, London, München, Wien, Zürich) sind sechs große Umsteigeflughäfen.
Von einer Million Flugpassagieren, wie sie vor der Corona-Pandemie angestrebt wurden, sei man vorerst noch entfernt. Laufe die Konjunktur aber wieder an und steigen damit auch die Geschäftsreisen, sei die Million sicherlich machbar, so Grimus. Er sprach von 2028 oder 2029 als Zielvorgabe, allerdings sei das "nicht das Hauptziel", Qualität zähle. Bei der Fracht hofft Grimus bereits 2026 die "magische Marke" von 20.000 Tonnen zu erreichen.
Bei Linienflügen wurden im vergangenen Jahr 617.554 Gäste (2024: 613.644) gezählt. Im Charterbereich waren es 213.541 Fluggäste (2024: 205.629). Im Linien- und Charterverkehr wurden insgesamt 10.437 Flugbewegungen (2024: 10.251) verbucht, was einem Plus von 1,8 Prozent entspricht.
Neu im Sommerprogramm 2026 ist Olbia auf Sardinien. Zu den 16 Ferienflug-Destinationen gehören auch noch Antalya, Brač, Calvi auf Korsika, Heraklion auf Kreta, Hurghada, Karpathos, Kefalonia, Kos, Las Palmas/Gran Canaria (bis Ende April und ab Anfang Oktober), Mykonos (24.8.-21.9.), Palma de Mallorca, Paros, Rhodos, Skiathos, Teneriffa (bis Mitte Mai und ab Ende September). Es zeigt, dass der Charter-Schwerpunkt auf Griechenland liegt. Immer wichtiger werde der Herbst und die Herbstferien Ende Oktober, so Grimus.
(S E R V I C E - https://graz-airport.at/ )
