von
"Mit Ausnahme der von Reisebeschränkungen und Beherbergungsverboten geprägten Pandemiejahre 2020 und 2021 ist die Zahl der Campingübernachtungen in den vergangenen Jahren nahezu kontinuierlich gestiegen", erklärte das Statistikamt. Binnen 20 Jahren habe sie sich mehr als verdoppelt. Zum Vergleich: Die Übernachtungszahlen über alle Beherbergungsbetriebe hinweg - von Hotels bis Pensionen - stiegen im selben Zeitraum nur um 44,6 Prozent. Rund jede elfte der 497,4 Millionen Gästeübernachtungen im vergangenen Jahr entfiel auf einen Campingplatz.
"Die meisten Camperinnen und Camper zog es auch 2025 an die schleswig-holsteinische Ostsee", hieß es. Dort wurden 3,5 Millionen Übernachtungen gezählt. Dahinter folgten ebenfalls wie im Jahr zuvor der Schwarzwald (2,6 Millionen), die niedersächsische Nordseeküste (2,0 Millionen) sowie das bayerische Allgäu (1,8 Millionen). Die Region Bodensee-Oberschwaben (1,7 Millionen) konnte ihren Platz in den Top 5 der meistbesuchten Reiseziele zum Campen zurückerobern und an der mecklenburgischen Ostseeküste (1,6 Millionen) sowie Vorpommern (1,5 Millionen) vorbeiziehen.
Campinggäste aus dem Ausland zieht es insbesondere in den Südwesten Deutschlands: Sie verbrachten 2025 erneut die meisten Nächte im Schwarzwald (735.000), gefolgt von den Regionen Mosel-Saar (369.000), der rheinland-pfälzischen Eifel (301.000), Bodensee-Oberschwaben (239.000) sowie dem bayerischen Allgäu (162.000).
Die Preise für den Urlaub im Freien sind in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich gestiegen: 2025 kosteten Übernachtungen auf einem Wohnmobilstellplatz um 32,2 Prozent mehr als im ersten Pandemiejahr 2020. Etwas moderater fiel der Preisanstieg bei der Campingplatzgebühr mit 28,7 Prozent aus. Zum Vergleich: Über alle Formen von Unterkünften hinweg haben sich Übernachtungen im selben Zeitraum um 26,9 Prozent verteuert, während die Verbraucherpreise um 21,9 Prozent stiegen.





