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Nagelbettentzündung
erkennen & behandeln

Ratgeber - Nagelbettentzündung
erkennen & behandeln © Bild: Shutterstock/Sathit

Nagelbettentzündungen sind schmerzhaft und können ganz schön auf die Nerven gehen. Hier erfahren Sie, worauf Sie achten müssen und wie Sie eine solche Infektion behandeln können.

Infektionen am Fuß sind unangenehm und nervig. Eine sogenannte Nagelbettentzündung ist eine der häufigsten Erkrankungen des Nagelbereiches und gehört mit zu den Krankheiten, die unangenehme Symptome mit sich bringen. Hier erfahren Sie alles rund um eine Entzündung am Nagelbett und wie Sie diese am besten behandeln können.

Was ist eine Nagelbettentzündung?

Eine Nagelinfektion wird auch als Paronychie bezeichnet. Dies beschreibt eine Entzündung des Nagelbetts und manchmal auch der umliegenden Haut. Ursache sind oft kleine Verletzungen, durch welche Bakterien eintreten und eine Entzündung verursachen. Man unterscheidet zwei Arten von Paronychie, die im Folgenden genannt werden:

  1. Der erste Fall ist die akute Paronychie. In den Bereichen um den infizierten Zehen- oder Fingernagel herum kommt es aufgrund akut auftretender Infektionen in der Regel zu Schmerzen, Rötungen, Schwellungen und Eiteransammlung.
  2. Der zweite Fall bezeichnet die chronische Nagelbettentzündung. Hier kommt es aufgrund von anderen Umständen zu einer wiederkehrenden Infektion. Ursachen hierfür sind oft Durchblutungsstörungen und wiederkehrend eingewachsene Nägel.

Chronische Nagelbettentzündung

Wenn der Zehnagel in der umgebenden Haut und nicht über dem Nagelbett zu wachsen beginnt, kann er Schmerzen und Infektionen verursachen. Für Menschen mit Durchblutungsstörungen, Diabetes mellitus, einem angegriffenen Immunsystem oder Taubheitsgefühlen können eingewachsene Zehennägel tatsächlich ein äußerst ernstes Komplikationsrisiko bis hin zum Verlust eines Gliedes darstellen. Als Erstes sollten Sie einen Hautarzt aufsuchen und sofort einen Termin vereinbaren. Ein eingewachsener Nagel ist mehr als nur ein schmerzhaftes kosmetisches Problem und kann eine Vielzahl von Ursachen haben. Während jeder Nagel einwachsen kann, ist die am häufigsten betroffene Stelle der große Zeh. Aber auch an der Hand und am Finger kann dies vorkommen.

© Shutterstock/ zlikovec Nagelbettentzündung bei einem Kleinkind

Akute Nagelbettentzündung

Irreparable Schäden an der Zehe in der Nähe des Nagelbettes können zu einem eingewachsenen Nagel führen. Sie sind auch anfälliger für Probleme mit Fußnägeln, wenn jemand in Ihrer unmittelbaren Familie auch von den Symptomen betroffen ist. High Heels und enge Schuhe können die Zehen zusammendrücken, wobei der daraus resultierende Druck auch zu einem eingewachsenen Zehennagel führen kann. In einigen Fällen werden solche Infektionen auch durch Pilze hervorgerufen. Zu den häufigsten Ursachen für eingewachsene Zehennägel zählt jedoch das unsachgemäße Zuschneiden. Abgerundete Ecken können dazu führen, dass der Nagel in der Haut rund um das Nagelbett haften bleibt, was leicht zu einem eingewachsenen Nagel führt.

Wie Sie eine Nagelbettentzündung identifizieren können

Am wichtigsten ist es, die eigenen Füße regelmäßig zu betrachten. Behalten Sie alle Verletzungen im Auge, die das Nagelbett betreffen können. Eingewachsene Nägel sind relativ einfach zu erkennen. In ihrem Anfangsstadium sind Rötungen und leichte Schwellungen des Zehnendes zu beobachten. Der betroffene Zeh kann lähmend und berührungswarm sein. Unbehandelt kann sich ein eingewachsener Zeh sehr leicht infizieren. Im Falle einer Infektion werden Sie eine Zunahme der Schwellung feststellen und es lassen sich mitunter gelb oder weiß gefärbte Ausflüsse auf den Seiten der Infektion erkennen.

Was tun bei Nagelbettentzündung?

Wenn eine Entzündung erst einmal aufgetreten ist, dann steht natürlich die Behandlung an erster Stelle. Um aber eine neue Nagelbettentzündung vorzubeugen, können Sie folgende Tipps beachten:

  • Achten Sie darauf, dass Sie die Zehennägel immer gerade quer schneiden, anstatt die Kanten abzurunden
  • Nutzen Sie keine aggressiven Mittel (zum Beispiel Nagellackentferner) auf Ihren Nägeln
  • Bei trockener und rissiger Haut sollten Sie die Hände und Füße sowie die Nägel regelmäßig eincremen
  • Wenn Sie oft mit Reinigungsmitteln zu tun haben, schützen Sie Ihre Hände mit Handschuhen
  • Magnesium und Folsäure hilft bei weichen und brüchigen Nägeln und verhindert, dass diese Verletzungen verursachen
  • Verzichten Sie nach Möglichkeit auf enge Schuhe oder hochhackiges Schuhwerk
  • Ist eine operative Öffnung der betroffenen Stelle nötig, achten Sie darauf, die Hand oder den Fuß ruhig und sauber zu halten
  • Liegt eine chronische Entzündung vor, so muss die primäre Erkrankung behandelt werden

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Kann es zu Komplikationen kommen?

In seltenen Fällen kann es vorkommen, dass sich mit zunehmender Infektion ein schwaches Fieber entwickelt. Die Therapie-Optionen sollten sofort von einem Podologen durchgeführt werden, wenn der eingewachsene Zehennagel eine Infektion entwickelt. Wenn Sie eine Entzündung ohne Anzeichen einer Infektion haben, ist dies für Patienten, deren Tetanusimpfung nicht auf dem neuesten Stand ist oder für diejenigen, die HIV/AIDS, Gefäßprobleme und Diabetes haben von entscheidender Bedeutung. Patienten, die sich einer Chemotherapie unterziehen oder ein höheres Infektionsrisiko haben, sollten ebenfalls so schnell wie möglich einen Arzt aufsuchen.

Behandlung von Nagelbettentzündungen

Möglicherweise empfiehlt der Spezialist eine Behandlung mit Selbstmedikation, die zu Hause nach der Analyse eines entzündeten Nagels durchgeführt werden sollte. Hierzu können das regelmäßige Einweichen in warmem Wasser und der Versuch gehören, den betroffenen Nagel anzuheben. Auch das Baden der betroffenen Gliedmaßen in Kamille ist als Hausmittel sehr wirksam. In der Apotheke findet man außerdem einige rezeptfreie Medikamente gegen Nagelbettentzündungen. In einigen Fällen ist es möglich, eine aggressivere Behandlung, zum Beispiel mit Antibiotika, zu verschreiben. Vor allem bei chronischen Entzündungen, welche Gefahr laufen, auf den Knochen überzugehen, müssen starke Antibiotika angewendet werden.

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