ORF-Show von

Dancing Stars:
Streit hinter den Kulissen

ORF kickte die besten Profis raus. In NEWS sagen sie, wie sie abserviert wurden.

Dancing Stars: Hinter den Kulissen brodelt es. © Bild: APA/ORF/ALI SCHAFLER

Hinter den Kulissen von "Dancing Stars" tobt ein Grabenkampf: Die vier Profitänzer, die vom ORF aussortiert worden sind, wehren sich: "So geht man mit langjährigen Partnern doch nicht um!“

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Manipulierte SMS-Abstimmungen; gerüchtehalber, Affären zwischen Profitänzerinnen und Stars; öffentlich ausgelebte Feindschaften zwischen C-Promis: Freilich, beim ORF-Erfolgsformat "Dancing Stars“ mag es auch um Walzer- und Tangoschritte gehen. Doch die wahren Storys spielen traditionell außerhalb des so genannten Ballrooms. Skandälchen und ausgewachsene Skandale, im Idealfall auf dem zwischenmenschlichen Schlachtfeld - so macht man Quote. Auch im öffentlich-rechtlichen Fernsehen.

Und bis zu eine Million Zuseher im Vorjahr bestätigen: "Dancing Stars“ funktioniert immer noch. Vermutlich auch bei der 9. Auflage, die am 7. März anrollt. Zumal der erste ernsthafte Konflikt - eine Premiere - schon sieben Wochen vor dem Start detoniert. Neu ist auch, dass es nicht um die Promis geht. Erstmals sind es vier der beliebten und fachkompetenten Profitänzer, die gegen den ORF, also den Produzenten der Show, massiv aufbegehren. In NEWS sprechen sie nun Klartext, wie sie vom TV-Sender im Vorfeld der neunten Staffel mit gekonnten Beinscheren ausgetanzt worden sind.

Der entscheidende Anruf.

Es war am 23. Dezember, wenige Stunden vor dem Heiligen Abend, als bei Babsi Koitz, Manuela Stöckl, Florian Gschaider und Willi Gabalier nacheinander das Mobiltelefon läutete. "Dancing Stars“-Sendungsverantwortliche Andrea Heinrich war dran - und teilte den vier Profitänzern kurz und bündig mit, dass ihre Dienste für die neue Staffel nicht mehr benötigt würden.

Dancing Stars: Die Tanzprofis wehren sich nach ihrem Rausschmiss.
© APA/HERBERT PFARRHOFER Manuela Stöckl ertanzte sich mit Tanzpartner Rainer Schönfelder 2013 den ersten Platz.

Die Betroffenen fielen aus allen Wolken. Nur sechs Wochen vor dem geplanten Trainingsbeginn mit den Stars hatte keiner mehr mit einer Absage gerechnet. Schließlich musste der ORF wissen, dass die Profis allesamt mit Tanzschulen und als Trainer selbstständig tätig sind und ihr Geschäftsjahr 2014 längst planen mussten. Und dass sie als Kleinstunternehmer den Ausfall einer viermonatigen Verpflichtung wie jener bei "Dancing Stars“ nicht ohne Weiteres kompensieren können. Nicht, wenn die Absage so spät kommt.

Entsetzen und Enttäuschung.

"Zunächst waren wir alle fassungslos und extrem enttäuscht“, versucht Florian Gschaider, als Dritter der Europameisterschaften derzeit Österreichs bester Profitänzer, im Gespräch mit NEWS die unerwartete Situation zu schildern. "Es gab von Seiten des ORF davor ja keinerlei Anzeichen, dass wir nicht mehr dabei sein werden. Ich habe mir sogar schon einen Vertretungstänzer organisiert, der meine Unterrichtseinheiten halten sollte, während ich in Wien bei der Show bin“, klagt der Salzburger. Manuela Stöckl, seine langjährige Tanzpartnerin im Profibereich, und im Vorjahr mit Rainer Schönfelder Gewinnerin der achten Staffel, ergänzt mit nur mühsam unterdrücktem Zorn: "Es steht dem ORF natürlich frei, mit seiner Show zu machen, was er will. Aber man hätte uns früher absagen können. Schließlich sind wir alle selbstständig!“

Babsi Koitz, mit vier "Dancing Stars“-Einsätzen und entsprechenden Bekanntheitswerten eine Pretiose der Show, kann da nur mitgrollen: "Dass er uns so lange hingehalten hat, muss man dem ORF ankreiden. Erst am 23. Dezember abzusagen, das ist nicht die feine englische Art. Das war ein böses Weihnachtsgeschenk.“

Dancing Stars: Jetzt packen die Profitänzer aus.
© APA/HERBERT PFARRHOFER Babsi Koitz tanzte sich in vier Staffeln zwei Mal ins Finale. Zuletzt brachte sie Rudi "Seyffenstein" Roubinek Rumba & Co. bei.

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Kommentare

das thema ist ja sowas von blunzenwurst, wer kümmert sich um jene die die beim schlecker usw. gekündigt wurden.

Wissen das die Tänzer/Innen) nicht? Beim staatlichen Rotfunk (am Firmenemblem erkennbar) läuft ohne Partei nichts. Wer bei Wahlen für die SPÖ Werbung macht hab bessere Karten. Im Proporz versorgen SPÖ+ÖVP ihre Parteigünstlinge, dann nennt man dann "unabhängig".

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