Leben von

Die Ehe - damals und heute

Heiraten hatte früher mit Liebe nichts zu tun - Skurrile Eheformen von anno dazumal

Hochzeit - Mann und Frau küssen sich © Bild: iStockphoto.com

Die Ehe. Aus heutiger Sicht das Besiegeln einer Lebensgemeinschaft, im besten aller Fälle basierend auf einem tiefen Gefühl der Liebe und Verbundenheit. Das war nicht immer so. Klar. Wissen wir. Doch wissen Sie auch, wie jung die Verbindung von Ehe und Liebe tatsächlich ist? Und welche abstrusen Nebenformen es im Laufe ihrer Geschichte gab? News.at wirft einen Blick auf die Chronologie der Ehe.

Die Einehe

Das Wort Ehe ist althochdeutsch und bedeutet so viel wie "Ewigkeit, Recht und Gesetz". Klingt nicht besonders romantisch. War es ursprünglich auch nicht. Denn als die Ehe aus der Taufe gehoben wurde – und tatsächlich noch sehr, sehr lange danach – hatte sie herzlich wenig mit Liebe zu tun. Während zu Beginn der Menschheit überhaupt noch die Promiskuität, sprich das Zusammensein mit mehr als nur einem Sexualpartner, üblich war, entwickelte sich im Laufe der Zeit die Gruppenehe, die über die Vielehe schließlich in die Einehe überging. Diese wurde etwa 100 n. Chr. von den Germanen, den Iberern und den Galliern praktiziert, so ein Bericht des Magazins "Eltern".

Die Hochzeit im Wandel der Zeit
© Corbis Hochzeit in der Antike

Die Kebsehe

Warum nur eine Frau lieben, wenn man auch mehrere haben kann, fragten sich die Männer ab 500 n. Chr. So wurde die Kebsehe eingeführt. Kebse bedeutet so viel wie Nebenfrau. Doch nicht jeder durfte eine derartige Ehe eingehen. Zugelassen war sie nur für freie Männer, etwa für Grundherren. Diese durften dann nach Lust und Laune ihre Leibeigenen zur Kebsehe nötigen. So wie dieses spezielle Vergnügen blieb auch die Ehe an sich den Reichen vorbehalten. Mittellose durften damals nicht heiraten.