Geld und Gefühle von

Hundertwasser-Krimi

Tochter des erfolgreichen Künstlers: "Ich wurde um mein Erbe betrogen"

Hundertwassers Tochter: "Ich wurde um mein Erbe betrogen" © Bild: ROLAND FERRIGATO/NEWS

Friedensreich Hundertwasser war Österreichs erfolgreichster Künstler und hat ein Vermögen verdient. Sie ist sein einziges Kind und durfte ihren Vater nie kennen lernen. Beim Erbe wurde sie ausgebootet. Darüber spricht Heidi Trimmel exklusiv in NEWS.

NEWS: Wann haben Sie erfahren, wer Ihr Vater ist?
Heidi Trimmel: Das habe ich immer schon gewusst. Seit mir bewusst war, was ein Vater ist, wusste ich auch, dass es Friedensreich Hundertwasser war. Meine Mutter hat mir aber gesagt, dass ich mit niemandem darüber sprechen soll.

NEWS: Kam es zu einem Kontakt?
Trimmel: Ich habe ihm Briefe geschrieben. Einen habe ich an das KunstHausWien geschickt, weil ich gehört habe, dass dies seine Wiener Anschrift ist. Der Brief ist jedoch bald zurückgekommen. Der Adressat war durchgestrichen und „Unbekannt“ dazugeschrieben. Das war ein harter Schlag für mich. Ich hatte Dinge geschrieben, die mir damals wichtig waren und die ich ihm persönlich sagen wollte. Ich wollte, dass er etwas von mir erfährt und wusste nicht, wie ich sonst mit ihm kommunizieren sollte.

NEWS : Und dann?
Trimmel: Kurz darauf ist er gestorben. Dann wusste ich gar nicht mehr, was ich machen soll.

NEWS: Letztendlich haben Sie auf das Hundertwasser- Erbe verzichtet, oder?
Trimmel: Harel (der Verwalter von Hundertwasser, Anm. der Red.) hatte damals erklärt, dass nur Schulden übrig sind. Meine Großmutter hatte mir geraten einen Anwalt einzuschalten, der dann nachgefragt und den Verlassenschaftsakt angefordert hat. Da kam dann das Angebot von Harel.

NEWS: Wie sah das aus?
Trimmel: Ich sollte ihm persönlich meine Erbschaftsansprüche abtreten und dafür 145.000 Euro sowie ein Hundertwasser-Bild bekommen. Harel sagte, das sei mehr, als ich jemals bekommen würde, wenn ich das weiter verfolge. So habe ich angenommen und mir bis 2010 gedacht, dass es – auch abzüglich der Erbschaftssteuer, die ich davon bezahlen musste – ein gutes Angebot war.

NEWS: Wie sind Sie darauf gekommen, dass es ein Millionenvermögen gab?
Trimmel: Das war ein Prozess von mindestens einem Jahr, und immer noch erfahre ich ständig Neues. Vieles von dem, was mir Harel erzählt hat, stimmte einfach nicht oder passte nicht zusammen. Unterdessen ist mir klar, dass ich völlig hinters Licht geführt worden bin.

NEWS: Wie groß ist das gesamte Vermögen?
Trimmel: Das weiß kein Außenstehender so genau. Die Bilder und all die Einnahmen aus Drucken und Tantiemen sind gigantisch. Auch die Liegenschaften sind zig Millionen Euro wert sind.

NEWS: Fühlen Sie sich betrogen?
Trimmel: Ich fühle mich um meinen Vater betrogen. Und natürlich um den „Garten Eden“, „Kaurinui“, „die Picaudiere“, „die Regentag“, seine Bilder und Copyrights. So viele haben mir schon gesagt, dass ich meinem Vater ähnlich sehe, mich ähnlich bewege und ähnliche Dinge mache wie er. Dieser Teil, der von meinem Vater in mir weiterlebt, fühlt sich betrogen. Mein Vater hat sein Leben lang hart an seiner idealistischen Sache gearbeitet – und sehr wohl auch ein großes Vermögen hinterlassen, und ich hätte die Chance gehabt, mit diesem Vermögen wie er weiterzuarbeiten. Deswegen fühlt sich dieser Teil in mir massiv betrogen. Der andere Teil will das immer noch nicht ganz wahrhaben.

NEWS: Würde das Geld Ihr Leben verändern?
Trimmel: Ich privat werde weder andere Sachen essen noch anziehen. Aber ich hätte ganz andere Möglichkeiten, um zu agieren. Wenn man nachhaltig etwas bewirken möchte, dann ist es immer gut, wenn man finanzielle Mittel hat, um Projekte aufbauen zu können.

Die ganze Story finden Sie im aktuellen NEWS in Ihrem Zeitschriftenhandel oder als iPad-Version.

Kommentare

Ignaz-Kutschnberger

All jene aber, die sich zu unrecht am Vermögen bereichert haben und Friedensreich damit erzürnt haben, ...über jene komme der Feuerpeitschen-Fluch

eine absolute schweinerei die sich die justiz nämlich die staatsanwaltschaft geleistet hat.

unglaublich und die korrupte staatsanwaltschaft deckt diesen verbrecher auch noch

bushmaster

Die "Regentag" liegt in Tulln a.D. vor Anker.
Sie war vor ihrer Bergung in Neuseeland ein
Wrack das keiner mochte .

Ignaz-Kutschnberger

Nun ja...er hätte sie ja auch schon bei Lebzeiten beschenken können... Scheinbar hatte er andere Interessen, der Friedensreich ;)

Anwälte und Verwalter vertreten nicht nur, sondern lügen und betrügen auch!

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