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Entschlacken leicht gemacht - Lifestylemediziner Dr. Matthai verrät, wie's geht

Salat-Teller © Bild: Thinkstock

Lassen Sie los. Gönnen Sie Ihrer Verdauung eine Pause! Ein Entschlackungstag kurbelt den Stoffwechsel an und verschafft Ihnen wieder neue Energie. Wir geben Ihnen die besten Rezepte dazu und wissen, worauf Sie achten müssen.

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Detoxen heißt das neue Zauberwort der Wellnessbranche. Wir haben Lifestylemediziner Dr. Christian Matthai gefragt, was den Unterschied zwischen der altbekannten Entschlackungsmethode und ihrem neu erfundenen Pendant ausmacht. Der Autor des Buches "Das Detox-Kochbuch" (Kneipp Verlag)* verrät zusätzlich, worauf es bei einem Detox-Tag wirklich ankommt. Die passenden Rezepte liefern wir gleich mit.

Alles neu

Mit Milch-Semmel-Kuren, tagelangem Säftetrinken oder Suppelöffeln hat Detoxen rein gar nichts mehr zu tun, wie Matthai bestätigt: "Fasten ist erstens immer zeitlich auf ein bis drei Wochen begrenzt und wird zweitens als radikale Kur verstanden. Meine Definition von Detox ist mehr eine Lebenshaltung, die man je nach Lust und Laune täglich oder eben zeitlich begrenzt praktizieren kann. Es beginnt damit, dass man sich fragt, was für Möglichkeiten man tagtäglich zum Entgiften hat."

Was absolut tabu ist

Der Experte hat dafür folgende Grundsätze aufgestellt: Zucker, Alkohol, Fertiggerichte, Junkfood, gebackene, frittierte und panierte Speisen sind genauso tabu wie Rauchen. Stattdessen ist viel frisches Obst und Gemüse angesagt und viel Flüssigkeit, vor allem Wasser und Tee. Außerdem gilt es, auf ausreichend Schlaf zu achten und pro Woche mindestens vier Stunden Sport (das bedeutet täglich zumindest eine halbe Stunde!) zu machen. Und nicht zuletzt: positiv denken!

Ausnahmen erlaubt

Er selbst lebt streng nach diesen Prinzipien und gönnt sich nur eine Schwäche: "Ich brauche ab und zu ein Stück dunkle Schokolade!". Doch bei all den Regeln darf auch der Genuss nicht zu kurz kommen, daher sind eben solche Ausnahmen ab und zu durchaus erlaubt. Und tierische Fette und den Fleischkonsum kann man locker reduzieren mit Rezepten wie dem Tofusalat mit Zwetschken.

Energiebooster

Weitere Energie verschafft man sich mit viel heimischem Obst und Gemüse. Vor allem Äpfel, Preisel-, Heidel-, Him- und Erdbeeren, Trauben, Knoblauch, Bärlauch, Gurken, Artischocken, Zwiebeln, Rote Rüben, Kohl, Kohlsprossen, Karfiol, Brokkoli, Paprika, Sellerie, Karotten, Paradeiser, Spargel und Sprossen wird dabei eine entgiftende Wirkung auf Leber und Nieren zugesprochen. Kräuter wie Koriander, Oregano, Rosmarin, Petersilie, Minze, Schafgarbe, Kamille, Löwenzahn, Liebstöckel, Brennnessel, Lavendel und Kresse machen die Speisen zusätzlich schmackhaft.

Das tut gut

Aber auch einige Zutaten aus der asiatischen Küche dürfen am Detox-Speiseplan keinesfalls fehlen, wie Matthai sagt: "Ich empfehle den Einsatz von Zitronengras, Zimt, Curry und Ingwer - natürlich nicht statt heimischen Produkten, sondern zusätzlich zu diesen." Ebenfalls unverzichtbar sind für ihn Goji- und Açaíbeeren sowie Mangostan. Grund dafür sind die wertvollen sekundären Pflanzenstoffe wie Lycium-Barbarum-Polysaccharide in den Gojibeeren (wirken antioxidativ, blutdrucksenkend), die Polyphenole in den Açaíbeeren (wirken antioxidativ) und Alpha-Mangostin in Mangostan (entzündungshemmend). Alles Inhaltsstoffe, denen in unzähligen Studien eine große Wirkung nachgesagt wird.

Das Gute liegt so nah

Um diese gesunden Helfer zu bekommen, muss man sich allerdings ein bisschen anstrengen, wie Matthai erzählt: "Açaíbeeren bekommt man leider nur als Säfte im Reformhaus, und Mangostan ist manchmal auf einigen Märkten zu kaufen wie dem Wiener Naschmarkt. Dann aber kostet ein Kilo etwa 24 Euro."

So funktioniert der Detox-Tag

Für einen Detoxtag zwischendurch rät er, auf alle Fälle auf Zwischenmahlzeiten und Kohlenhydrate beim Abendessen zu verzichten. "Das hat hormonelle Hintergründe", sagt Matthai. Schließlich soll der Blutzuckerspiegel nicht in die Höhe getrieben werden. Detoxen heißt für ihn aber auch aktiv werden, denn: "Ohne positive Lebenseinstellung und Arbeit am Körper geht es nicht", so der Experte.

Rezepte für einen Tag

Mit diesen Speisen gönnen Sie Ihrem Körper 24 Stunden Erholung.

Power-Frühstück nach TCM-Art. Zutaten für 1 Person: 30 g Bio-Weizenvollkornflocken, 1 kleine unreife Banane (enthält weniger Fruchtzucker als eine reife), 125 g Heidelbeeren, 1 TL Leinsamen, 1 Prise Zimt, 1 EL Proteinpulver, 150 ml Wasser, 1 Schuss fettarme Sojamilch. Zubereitung: Wasser und Flocken in eine unbeschichtete Pfanne geben und drei bis vier Minuten kochen. Die aufgeschnittene Banane mit den Beeren ein bis zwei Minuten mitkochen. Pfanne von der Kochplatte nehmen und die Milch dazugeben. Sobald die Speise lauwarm ist, Eiweißpulver dazurühren. Fertig! Nährwert pro Person: 315 kcal.

Zu Mittag: Tofusalat. Zutaten für 4 Personen: 250 g Zwetschken, 2 Birnen, 200 g geräucherter Tofu, 1 Pkg. Babyspinat, 2 TL Kräuter der Provence, 30 g Mandelsplitter. Und für das Dressing: 2 EL Olivenöl, 2 EL Sojasauce, 1 EL Balsamicoessig, 1 EL Wasser und Salz. Zubereitung: Schneiden Sie den Tofu und das Obst in mundgerechte Stücke. Geben Sie alle Zutaten in eine Schüssel. Streuen Sie die Kräuter darüber, und gießen Sie das zuvor zubereitete Dressing darüber. Dann alles gut mischen. Nährwert pro Person: 216 kcal.

Dinner: Curry-Hühnerspieße. Zutaten für 4 Personen: 600 g Hühnerfilet ohne Haut, 1 große unreife Banane, 1 weiße Zwiebel, 1 gelber Paprika, 1 Pkg. Cocktailtomaten, 1 EL Currypulver, Salz und Pfeffer, Holzspieße. Zubereitung: Backrohr auf 200 Grad Celsius vorheizen. Das Huhn in kleine Würfel schneiden. Zwiebel und Banane schälen und in kleine Scheiben, Paprika in kleine quadratische Stücke schneiden. Cocktailtomaten halbieren. Alle Zutaten abwechselnd auf Spieße stecken. Salzen, pfeffern und großzügig mit Currypulver bestreuen. Die Spieße auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und ca. 12 Minuten im Ofen garen. Nährwert pro Person: 215 kcal.

In drei Wochen zur Traumfigur

Für alle, die sowohl ihrer Gesundheit wie auch ihrer Figur etwas Gutes tun wollen, hat Dr. Matthai einen dreiwöchigen Ernährungsplan zusammengestellt. Er besteht aus drei Mahlzeiten am Tag (Früh, Mittag, Abend). Um eine Ernährungsumstellung zu erleichtern, empfiehlt der Experte die ausreichende Versorgung mit ungezuckerten Flüssigkeiten. Hier geht's zum Ernährungsplan von Dr. Matthai.

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