Int. Beziehungen von

Kneissl: "Kein Problem
mit Strache-Aussage"

Auch "sehr froh" über "Dynamik" bei Westbalkan-Strategie

Karin Kneissl © Bild: APA/Georg Hochmuth

Außenministerin Karin Kneissl (FPÖ) bezog Stellung zu Straches Kosovo-Serbien-Aussage und hat sich "sehr froh" über die durch die Westbalkan-Strategie entstandene "Dynamik" gezeigt.

Vor Beginn des informellen EU-Außenministerrats Donnerstag in Sofia sagte Kneissl, "es ist der Zeithorizont" bis 2025, der "sicher Dynamik reinbringen soll für die politisch Handelnden, die jetzt in Regierungsfunktionen sitzen".

»Aus österreichischer Sicht sind wir eigentlich sehr froh, dass jetzt wieder Dynamik reingekommen ist«

Im Sinn der Konditionalität und der Reformen gehe es darum, im Gegenzug Annäherung zu erreichen. Wobei Kneissl hinzufügte, dass "unterschiedliche EU-Staaten unterschiedlich" reagierten. "Aber aus österreichischer Sicht sind wir eigentlich sehr froh, dass jetzt wieder Dynamik reingekommen ist". Jedenfalls gehe es auch bei den Investitionen der EU um Transparenz. "Alles muss sichtbarer werden".

Straches Kosovo-Serbien-Aussage

Zur jüngsten Aufregung über die Aussagen von Vizekanzler FPÖ-Chef Heinz Christian Strache betreffend Kosovo als Teil Serbiens sagte die Ministerin, sie "persönlich" fühle sich dadurch "nicht beschwert oder sonstwie. Ich habe es relativ gelassen gesehen. Es gibt immer wieder Aussagen von unterschiedlichsten Seiten. Ich habe damit kein Problem". Jedenfalls habe sie bereits am Sonntag mit einer Presseaussendung reagiert und "Hinweisen, dass die Anerkennung des Kosovo durch Österreich vom Februar 2008 eine unumstößliche Tatsache ist. Auch gestern wurde vor dem Ministerrat von (Kanzler Sebastian) Kurz und Strache die grundsätzliche Sachverhaltsdarstellung nochmals zum Abschluss gebracht".

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