Landtagswahlen von

Aufatmen für die Grünen

Bleiben nach Nationalratswahl-Debakel im Landtag

Landtagswahlen - Aufatmen für die Grünen © Bild: APA

Die Grünen können aufatmen: Die erste Landtagswahl nach dem Nationalratswahldebakel 2017 ist gut gelaufen, sie bleiben in Niederösterreich im Landtag. Zwar verloren sie gegenüber 2013 mehr als ein Viertel ihrer Wähler, aber mit mehr als sechs Prozent (laut Hochrechnungen) bleiben sie mit drei (bisher vier) Mandataren im Landtag - obwohl es erstmals auch die NEOS ins Landesparlament schafften.

Damit haben die Grünen die erste Bewährungsprobe nach dem Nationalrats-Abschied bestanden - und ihr Ergebnis gegenüber der Bundeswahl deutlich verbessert: Im Oktober 2017 wählten nur 2,7 Prozent der Niederösterreicher grün, aber 4,2 Prozent die Liste Pilz. Und diesen Konkurrenten hatte die neue Grüne Frontfrau Helga Krismer beim Landes-Wahlgang nicht.

Somit blieb den NÖ Grünen der brutale Absturz erspart, den die Bundes-Grünen bei der Nationalratswahl erlitten hatten - nach langen Jahren voller Erfolge: Zuvor hatten sie sich in den Bundesländern fest etabliert mit sogar fünf Koalitionsbeteiligungen, Ex-Chef Alexander Van der Bellen wurde 2016 zum Bundespräsidenten gewählt.

Besonders laut aufatmen werden am heutigen Wahlsonntag die Grünen Kollegen in Tirol, Kärnten und Salzburg - denn dort werden in den nächsten Wochen die Landtage gewählt. Anders als in NÖ sitzen die Grünen in diesen Ländern in der Landesregierung - und müssen somit hoffen, so stark zu bleiben, dass sie weiterhin als Koalitionspartner der ÖVP (Tirol und Salzburg) infrage kommen. Dass sie dort in den Landtagen bleiben, zeichnete sich in ersten Umfragen schon ab, in Kärnten (wo sie mit SPÖ und ÖVP gemeinsam regieren) müssen sie allerdings darum zittern.

In diese Wahlen gehen die Grünen mit deutlich besseren Ergebnissen als sie 2013 in NÖ geholt hatten: In Kärnten, Tirol und Salzburg schnitten sie 2013 - ebenso wie 2014 in Vorarlberg satt zweistellig ab. In Salzburg schafften sie es 2013 erstmals sogar knapp über 20 Prozent.

Kommentare

strizzi1949

NÖ ist anders! Anders kann man es nicht benennen, nachdem die Grünen dort wieder nicht rausgeflogen sind! Wenn man einem grünen Politiker zuhört, was diese Partei nun alles machen will, um wieder das Vertrauen der Bevölkerung zu bekommen, fragt man sich schon - warum haben sie das alles bisher nicht so gemacht? Dann wären sie nicht aus dem Parlament geflogen!

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