§57a-Überprüfung von

Top-Mängel

Bremsen, Licht und Reifen führen Mängel-Hitliste an - ein Viertel der Autos mit Fehler

Top-Mängel bei der §57a-Überprüfung sind Bremsen, Licht und Reifen. © Bild: ÖAMTC

Alle Jahre wieder muss man sein Fahrzeug der §57a-Überprüfung unterziehen: Umgangssprachlich "Pickerl-Überprüfung" genannt - soll die Verkehrs- und Betriebssicherheit sowie die Umweltverträglichkeit eines Fahrzeugs gewährleisten. Um die Plakette zu erhalten, werden Fahrzeuge genauen Richtlinien folgend auf 130 Sicherheitsmerkmale hin unter die Lupe genommen.

Im Jahr 2012 schafften es in der Kategorie Pkw/Kombi drei Viertel der Fahrzeuge die Überprüfung auf Anhieb, für die anderen galt jedoch: Ein schwerer Mangel kommt selten allein." Denn die Statistik zeigt durchschnittlich einen schweren Mangel pro überprüftem Fahrzeug.

Defekte Bremsen

Auf Platz eins der Mängel-Hitliste schafften es die Bremsen. 30 Prozent aller schweren Mängel im Jahr 2012 waren Bremsdefekte. "Eine allmähliche Verschlechterung wird vom Fahrer kaum, die Alterung von Bremskomponenten gar nicht wahrgenommen", erklärt Rudolf Brauch vom ÖAMTC. Während man alltägliche Fahrten problemlos mit einem nicht optimal funktionierenden Bremssystem zu meistern vermag, können die durch ein mangelhaftes Bremssystem verschenkten Zentimeter in einer Notsituation entscheidend sein.

Lichter, Leuchten und Rückstrahler

Den zweithäufigsten Mangel (20 Prozent) stellen Defekte in der Gruppe "Leuchten, Rückstrahler und sonstige elektrische Anlage" dar. Die Statistik weist eine jährliche Zunahme in dieser Mangel-Kategorie aus. Gründe dafür sind das mittlerweile übliche Fahren mit Licht am Tag (viele verwenden den Hauptscheinwerfer, weil das Auto noch nicht über eigene Tagfahrleuchten verfügt) in Kombination mit den seit einiger Zeit üblichen H1- und H7-Hochleistungslampen.

Dritter Platz für Reifen

Auf den dritten Platz kommen Mängel aus der Gruppe "Achsen, Räder, Reifen und Aufhängungen" vor (18 Prozent). Dabei handelt es sich um die einzige Mangelgruppe, von der junge und alte Fahrzeuge gleich stark betroffen. Neben Schäden an oder dem Verschleiß von Reifen sind Federn und Gelenke die am häufigsten betroffenen Bauteile.

Aber nicht jeder schwere Mangel ist mit kostspieligen Reparaturen verbunden. "Viele schwere Mängel können gleich während der Begutachtung behoben werden. Dazu zählen vor allem Mängel bei der Beleuchtung, aber auch solche, die Abgas und Sicht betreffen", erklärt der Experte.

Während in den meisten Ländern Europas die Pickerl-Überprüfung nur von Organisationen ohne Reparaturtätigkeit durchgeführt werden darf, sind in Österreich auch Autowerkstätten dazu berechtigt.

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