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Diese Lebensmittel
sollten Sie meiden

Der Gesundheitscoach der Stars verrät, worauf man besser verzichten sollte

Fruchtsäfte © Bild: iStockphoto.com

Er sagt den Stars, was sie essen und wovon sie lieber die Finger lassen sollen: Dr. Frank Lipman hat nicht nur beim Speiseplan von Gwyneth Paltrow ein Wörtchen mitzureden. Auch Maggie Gyllenhaal und Donna Karen vertrauen auf die Ernährungstipps des Arztes. Gegenüber dem "Wmagazine" verriet er, welche Lebensmittel man besser meiden sollte, wenn man sich gesund ernähren will.

Zucker

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt für Erwachsene nicht mehr als sechs bis zwölf Teelöffel Zucker pro Tag. Kinder sollten maximal die Hälfte davon zu sich nehmen. Immer mehr Menschen überschreiten diese Dosis aber um ein Vielfaches. Es gibt Studien, die einen Zusammenhang zwischen übermäßigem Zuckerkonsum und Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen belegen. Der beliebte Süßstoff steht auch bei Lipman auf der roten Liste.

Zucker
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Fruchtsäfte

"Die Leute denken, in der Früh ein Glas Orangensaft zu trinken, sei gesund", erzählt Lipman. Dem ist aber nicht so. Der Grund: Fruchtsäfte enthalten in der Regel eine Menge Zucker. Der Gesundheitscoach spricht von sieben, acht Teelöffeln pro Portion. Womit die von der WHO empfohlene Höchstmenge für Kinder bereits überschritten ist. Besser als als ein Glas Fruchtsaft zu trinken sei es, Obst zu essen. Und auch das mit Maß und Ziel.

Knuspermüsli

Schuldig im Sinne der Zucker-Anklage sind auch Knuspermüslis. Sie enthalten meist eine große Menge Zucker. Ebenso wie entsprechende Müsliriegel. Das Tüpfelchen auf dem I sind dann wohl mit Schokostückchen verfeinerte Riegel. Zwar gönnt sich auch der Gesundheitscoach ab und an Schokolade. Doch greift er dann zu jener mit einem Kakaoanteil von 70 Prozent. Und die genießt er in Maßen.

Müsli
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Gluten

Neben Zucker befindet sich auch Gluten ganz oben auf Lipmans Liste der schädlichen Lebensmittel. Eine beträchtliche Anzahl an Menschen leide mittlerweile an Unverträglichkeiten. Schuld daran sei der stark modifizierte Weizen. Man könne nicht ausschließen, dass der menschliche Körper manche Nahrungsmittel aufgrund ihrer Veränderung nicht mehr so gut verarbeiten kann, gibt Mag. Julia Edlmair von der "Österreichischen Arbeitsgemeinschaft Zöliakie" gegenüber News.at zu bedenken. Gluten deshalb per se vom Speiseplan zu streichen, empfiehlt die Expertin aber nicht.

Zumal legt eine kürzlich erschienene US-Studie den Schluss nahe, dass sich der Verzicht auf Gluten negativ auf die Herzgesundheit auswirken könnte. Im Übrigen ist es der Expertin zufolge nur in einem Fall notwendig, gänzlich auf Gluten zu verzichten, nämlich dann, wenn man an Zöliakie leidet.

Verarbeitete Lebensmittel

Zur Vorsicht mahnt Lipman auch bei verarbeiteten Lebensmitteln und Fertiggerichten wie zum Beispiel Tiefkühlpizza. Sie enthalten meist jede Menge leere Kalorien. Soll heißen: Sie sind zwar reich an Kalorien, aber arm an wichtigen Nährstoffen. Nicht zuletzt stehen verarbeitete Lebensmittel auch im Verdacht, Herz- und Kreislauferkrankungen sowie Krebs auszulösen.

Frisches Gemüse
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Der Ernährungscoach rät, Lebensmittel so natürlich wie möglich zu konsumieren. Wer die Möglichkeit hat, solle Obst und Gemüse selbst anbauen. Ansonsten empfiehlt er, Früchte beim Bauern zu kaufen, von dem man weiß, dass er Pestizide möglichst sparsam einsetzt. "In der perfekten Welt kennt man den Bauern beim Namen", sagt Lipman. Je mehr man schließlich über die Herkunft der Frucht weiß, desto besser.

Fleisch aus Massentierhaltung

Nicht das Fleisch an sich sei das Problem, sondern was damit gemacht wurde, bevor es auf den Teller kommt. Damit spricht Lipman die Gabe von Antibiotika und Hormonen an, deren negative gesundheitliche Folgen für den Menschen zwar noch nicht bewiesen, aber auch nicht auszuschließen seien. Idealerweise bezieht man das Fleisch von Bauern, die "ihre Hühner frei herumlaufen lassen und das Rind mit Gras füttern", so Lipman.

Sündigen erlaubt

Wer über einen längeren Zeitraum größere Mengen der genannten Lebensmittel zu sich nimmt, könne seinem Körper schaden. Hier und da sündigen, so der Experte, sei aber okay. Doch dann bitte richtig. "Wenn ich Mist esse, dann esse ich wirklich guten Mist, den ich genieße. Ich esse nicht Brot per se. Ich esse ein Croissant. Ich picke mir die Bösewichte sozusagen heraus. Ich kann nicht leugnen, dass ich es genieße, Eiscreme oder ein gutes Croissant zu essen. Ich esse eines, von dem ich denke, dass es wirklich, wirklich gut ist, und nicht mehr."

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