Rennsemmel ist zurück von

Peugeot 208 GTi im Test

Der GTi-Gedanke auf Französisch: Mit dem Kurvenräuber macht Autofahren so richtig Spaß

© Video: NEWS.AT

Die Neuinterpretation eine Legende - der Peugeot 208 GTi: Vor knapp 30 Jahren sorgte der französische Hersteller mit dem 205 GTi für Furore. Die Franzosen haben sich für die Nachfolge zwar viel Zeit gelassen, doch das Warten auf den hochgerüsteten Kleinwagen hat sich auf alle Fälle gelohnt. NEWS.AT hat die ultimative Rennsemmel aus Frankreich getestet.

Der 208 GTi ist ein würdiger Nachfolger: In weniger als sieben Sekunden ist der Franzose von null auf Tempo 100 mit einem maximalen Drehmoment von 275 Newtonmeter bei 1.700 Umdrehungen pro Minute. Unter der Haube kommt derselbe 1,6-Liter-Turbo zum Einsatz, der auch im Coupé RCZ seinen Dienst verrichtet und dieser leistet satte 200 PS. Das ist bei einem Gewicht von 1.160 Kilogramm eine Menge und ermöglicht eine Höchstgeschwindigkeit von 230 km/h. Dazu wurden Fahrwerk, Lenkung und Federung des Kleinwagens an den sportlichen GTi-Anspruch angepasst. Belüftete Bremsscheiben sorgen für eine angepasste Verzögerung.

Peugeot 208 GTi im Test
© NEWS.AT/Böhm Reinkarnation des französischen GTi-Gedankens

Zur Serienausstattung zählen eine McPherson-Vorderachse, eine Verbundlenkerachse hinten sowie eine speziell abgestimmte Feder-Dämpfer-Einheit. Die Lenkung agiert deutlich direkter, die Dämpfung gibt ungefiltert jede Bodenwelle weiter. Die Sportsitze verschaffen zwar den nötigen Halt, jedoch ist jede Straßenunebenheit zu spüren - ein richtiger Sportler eben.

Peugeot 208 GTi im Test
© NEWS.AT/Böhm Sportpatschen im Format 205/45 R 17 V

Mattgraue 17-Zoll-Leichtmetall-Felgen, verbreiterte Kotflügel, rot lackierte Bremssättel, das GTi-Logo auf dem Kofferraum und hinter den Seitenscheiben unterstreichen den sportlichen Charakter des Dreitürers. Und natürlich darf bei einem GTi der verchromte Doppelauspuff nicht fehlen. Das Schachbrettmuster auf dem Frontgrill soll an die Zielflagge im Motorsport erinnern.

Sportlich auf der ganze Linie

Im Innenraum präsentiert sich der Dreitürer ebenfalls sehr sportlich. Gleich beim Einsteigen fallen Einstiegsleisten und Pedale in Aluminium auf. Neben dem abgeflachten Lederlenkrad mit GTi-Logo und den Sportsitzen erstrahlen die in Chrom eingefassten Rundinstrumente in roter LED-Beleuchtung. Rote Applikationen auf Schaltknauf und Sicherheitsgurten setzen weitere sportive Akzente. Das handliche Lenkrad rundet das Sportambiente ab. Ein kleines Detail am Rande - für jene die noch Musik von der CD hören wollen, gibt es ein CD-Laufwerk im Handschuhfach.

Peugeot 208 GTi im Test
© NEWS.AT/Böhm Sportlich geht es im Cockpit zu

Der vom Werk angegebene Durchschnittsverbrauch von 6,4 Liter pro 100 Kilometer ist bei diesem Flitzer nicht zu realisieren und liegt mit 8,6 Liter deutlich darüber.‪ Allerdings ladet der Peugeot 208 GTi nicht unbedingt zu einer spritsparenden Fahrweise ein. Die Gänge sind kurz übersetzt und rutschen richtiggehend durch die Schaltung des Sechsganggetriebes. Der GTi basiert auf dem höchsten 208er Ausstattungsniveau "Allure" und wartet unter anderem mit einer Zweizonen-Klimaautomatik, einem Sieben-Zoll-Touchscreen sowie Parksensoren, elektrisch anklappbaren Außenspiegeln und beheizbaren Sportsitzen auf.

NEWS.AT-Fazit

Im Peugeot 208 GTi kommt richtiges Go-Kart-Feeling auf. Der 208er liegt mit seinem straffen Fahrwerk sehr gut auf der Straße und das Fahren – vor allem in Kurven - macht mit dem agilen Racer so besonderen Spaß. Schon beim Einsteigen merkt man, dass man nicht in der Normalversion Platz nimmt. Auch das Lenkrad muss man zwischen die Knie nehmen, um das Armaturenbrett vollständig im Blickfeld zu haben - das unterstreicht nochmal seine Sportlichkeit. Mit einem Einstiegpreis von 23.950 Euro ist der der 3,96 Meter lange Kurvenräuber leistbar. Und vor allem sportliche Fahrer werden‬ an dem kleinen Franzosen ihre Freude haben.

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