NR-Wahl 2017 von

Koalitionsvarianten: Wer
theoretisch mit wem könnte

Diese Parteien könnten theoretisch miteinander

NR-Wahl 2017 - Koalitionsvarianten: Wer
theoretisch mit wem könnte © Bild: APA/ALEX HALADA / AFP

Am 15. Oktober schreiten 7,7 Millionen Österreicher wieder einmal zur Nationalratswahl: Nach dem Scheitern von Rot-Schwarz, hoffen viele auf eine gründliche Veränderung in der Regierung. Doch wer könnte theoretisch mit wem?

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Laut aktuellen Umfragewerten des Meinungsforschungsunternehmens GfK (Gesellschaft für Konsumforschung) liegt die ÖVP mit Spitzenkandidat Sebastian Kurz weiter voran (Stand: 31. Juli bis 8. August, Sample: 1.000). Es folgen SPÖ und FPÖ.

Wählbar sind 2017 in allen Bundesländern insgesamt 10 Parteien: SPÖ, ÖVP, FPÖ, Grüne, Neos, PILZ, Gilt, KPÖ, FLÖ und die Weiße. Sechs Parteien sind nur in einem oder zwei Bundesländern am Stimmzettel: Obdachlose in der Politik (Wien), EUAUS (Wien), SLP (Wien und Oberösterreich), Männerpartei (Voralberg), NBZ (Voralberg) und CPÖ (Voralberg). Auch wenn das Parteienbild ein buntes ist, haben nur die großen Player (siehe Grafik oben) wirklich Chancen, in der künftigen Regierungsperiode maßgeblich mitzumischen.

Vom Altbewährten bis zur Ampelkoalition

Traditionell gesehen ist Österreich kein Land der Ampelkoalition, seit den 1970er Jahren dominiert die Zweier-Koalition Rot-Schwarz. Die heurige Wahl könnte in dieser Hinsicht die Wende bringen. Sehr wahrscheinlich bleibt aber, dass zumindest eine der beiden Parteien weiter regieren beziehungsweise den Kanzler stellen wird.

Wird die ÖVP Erste, wie die Werte der aktuellen Umfrage es prognostizieren, gilt Schwarz-Blau schon fast als sicher. Schafft es die SPÖ (2013: 26,8 Prozent) entgegen allen Umfragen, erneut den ersten Platz zu ergattern, ist auch Rot-Blau nicht ausgeschlossen, wie die SPÖ verkündet hat. Andere Zweier-Mehrheiten zeichnen sich nicht ab.

Dreier-Varianten werden zwar von den kleineren Parteien gerne ins Spiel gebracht, haben jedoch kaum Chance auf Umsetzung. Hier sind trotzdem die theoretischen Varianten (beruhend auf der Chance der Mehrheit laut aktuellen Umfrageergebnissen und unabhängig davon, ob sich die einzelnen Parteien einigen könnten):

1. SPÖ, FPÖ und Grüne oder Liste Pilz oder Neos

2. ÖVP, Grüne und Liste Pilz oder Neos