Neuer-EU-Führerschein kommt ab 2013:
Altes rosa Dokument bleibt bis 2033 gültig

Ab 2028 freiwillige Gesundheitschecks vorgesehen Änderungen bei Motorradfahrer-Lenkberechtigungen

Neuer-EU-Führerschein kommt ab 2013:
Altes rosa Dokument bleibt bis 2033 gültig © Bild: APA/DPA/Foersterling

Ab 2013 wird es mit dem EU-Führerschein ernst - spätestens dann gibt es in allen EU-Ländern einen einheitlichen Führerschein im Scheckkartenformat. Da derzeit in den Mitgliedstaaten mehr als 110 Modelle existieren, will man mit der Neuerung Fälschungen verhindern. Der bisher in Österreich ausgestellte Scheckkartenführerschein und das alte rosa Dokument bleiben bis 19. Jänner 2033 gültig. Die österreichische Umsetzung zur Führerschein-Richtlinie ist bereits in Begutachtung gegangen, so das Verkehrsministerium.

Ab 2013 soll jeder Fahrzeuglenker in der EU bei Neuerwerb oder Umtausch den gleichen Führerschein in Händen halten. Die EU schreibt eine Befristung des Dokuments auf zehn oder 15 Jahre vor, in Österreich wird das Dokument im 15 Jahres-Intervall getauscht werden müssen. Die Kosten dafür betragen 55,70 Euro.

Änderungen soll es auch beim Motorrad-Führerschein geben. Für Moped und Microcar-Fahrer ist eine eigene Führerscheinklasse AM vorgesehen. Voraussetzung für den Erwerb ist eine theoretische Prüfung und ein Mindestalter von 15 Jahren. Mit frühestens 16 kann nach abgelegter Führerscheinprüfung eine Lenkberechtigung für die Klasse A1 (125 ccm) erworben werden. Danach kann man im zweijährigen Rhythmus nach Schulung und praktischer Fahrprüfung stufenweise auf die Klasse A2 (bis 35 kW) und schließlich die Klasse A umsteigen. Das Mindesalter für Lenker von leistungsstärkeren Motorrädern, die keine Praxis aufweisen wurde von 21 auf 24 Jahre erhöht.

Gesundheitscheck noch offen
Offen ließ die EU den Mitgliedstaaten die Entscheidung über verpflichtende Gesundheitschecks. In Österreich soll es ab 2028 eine freiwillige anonymisierte Fahrtauglichkeitsprüfung für Senioren geben. Laut Verkehrsministerium spreche gegen die Einführung von verpflichtenden Gesundheitstests, dass es zu wenig gesicherte Nachweise darüber gebe, dass man ab einem gewissen Alter risikoreicher im Straßenverkehr unterwegs ist. Staaten mit verpflichtenden Gesundheitsuntersuchungen würden keine besseren Unfallstatistiken liefern.

"Wir wollen keine zusätzlichen Hürden für ältere Menschen, sondern mehr Angebote auf dem Weg zu mehr Verkehrssicherheit. Ich bin überzeugt: Mit einem guten Angebot und ausreichender Bewusstseinsbildung erreichen wir mehr als mit der Androhung den Führerschein abzunehmen", betonte Verkehrsministerin Doris Bures.

(apa/red)

Kommentare

Etwas mehr Details? Was ist mit der B111 Erweiterung? Das ist die Möglichkeit für den Besitzer eines B Scheins durch einen 6 Stunden Fahrlehrgang auch bis zu 11 kW starke Zweiräder zu fahren.

Dies ist extrem wichtig um günstig einen schneller als 45km/h Elektroroller als Zweitfahrzeug benutzen zu können.

http://auto.pege.org/2008-fahrtraining/

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Führerschein Die Gfraster- nur eine Abzocke-warum muß der Bürger für was zahlen was er schon hat nur weil denen fad im Schädel ist

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Re: abzocke jetzt muß man sich den eu führerschein holen und natürlich geld ausgeben, und in ein paar jahren darf man sich dann wieder denn österreichischen führerschein holen, natürlich auch mit geld ausgaben verbunden.
die denken schon mit wenn die eu zerfällt wie der staat dann schnellst möglich zu kohle kommt!

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eu führerschein bis 2013 bleibt nur die frage ob es im jahr 2013 die eu noch gibt! zumindest in den nächsten 10 jahren gibt es die eu sicher nicht mehr.

Berndorferbaer melden

Re: eu führerschein bis 2013 so wird\'s sein. ich hab den neuen schein im scheckkarten-format schon. warum: wegen meinem feschen foto im alten schein, da hab ich noch mit spinat herumgspuckt.

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Das ist eine sehr gewagte Prognos Ich würde diese Prognose mindestens so riskant einschätzen wie 1985 zu sagen "In 10 Jahren gibt es den Ostblock nicht mehr"

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