Kärnten von

Gummi, Gummi am Wörthersee: GTI-Treffen gestartet

40.000 partywütige Autotuning-Fans werden bis Sonntag Reifnitz stürmen

GTI-Treffen © Bild: APA/Eggenberger

Lack, Felgen, Chrom und Pferdestärken, Exzess, Alkohol und halbnackte Frauen - in der Kärntner Ortschaft Reifnitz am Wörthersee hat am Mittwoch das 33. GTI-Treffen begonnen. Bis Sonntag werden jeden Tag rund 40.000 partywütige Autotuning-Fans das sonst eher beschauliche 600-Einwohner-Örtchen in der Gemeinde Maria Wörth (Bezirk Klagenfurt-Land) stürmen.

Seit drei Wochen wird in Reifnitz aufgebaut, sagte Bürgermeister Adolf Stark (FPÖ) im APA-Gespräch. Geboten wird ein Rahmenprogramm mit verschiedenen Gummi-Gummi-Shows, Stuntshow, Einradshow, Sexy Carwash Show, Quadshow und am Abend Musik. Zusätzlich sind - auf mehrere Ausstellungsflächen verteilt - rund 100 kommerzielle Aussteller angemeldet. Was es heuer Neues zu sehen gibt? Stark: "Die Leute sollen herkommen und sich das alles selbst ansehen."

Trend zu Treffen vor Treffen

Verkauft wurden rund 3.000 "Einfahrtstickets" - die Erlaubnis, auch tatsächlich seinen fahrbaren Untersatz in das Ortsgebiet zu lenken. Stark hofft jedenfalls, dass es gleich viele bleiben werden wie in den vergangenen Jahren. Auch heuer hat sich nämlich der Trend zum "Treffen vor dem Treffen" fortgesetzt.

"Echte" Autofans schon wieder weg

Viele "echte" Autofans kommen in den Wochen vor dem offiziellen GTI-Treffen an den Wörthersee und den Faaker See. Sie wollen ihre wertvollen Boliden nicht der Gefahr der Beschädigung durch die "Chaostruppe" beim eigentlichen Treffen aussetzen, wo sehr viel Alkohol konsumiert wird und es auch immer wieder zu Zwischenfällen kommt. Diese GTI-Fans sind dieser Tage bereits wieder abgereist.

Piech kommt persönlich

Am Donnerstag um 13.00 Uhr wird VW-Patriarch Ferdinand Piech höchstpersönlich beim GTI-Treffen vorbeischauen, freut sich Stark. Er wird dem Industriellen eine Urkunde überreichen, die ihn zum Ehrenbürger der Gemeinde Maria Wörth macht.

Dass viele der Einheimischen mit dem GTI-Treffen nicht ganz einverstanden sind, versteht Stark zwar, aber: "Die Wirtschaft soll ja auch leben. Ohne Geld keine Musik. Aber der Spagat gelingt nicht immer."

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