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Warum wir Fronleichnam feiern

Wie der Festtag entstanden ist und was der Name bedeutet

Fronleichnam © Bild: APA/dpa/Oliver Berg

Am 20. Juni haben viele Österreicher frei, weil an diesem Tag Fronleichnam gefeiert wird. Doch worum geht es bei diesem katholischen Festtag und wie ist er eigentlich entstanden?

Was bedeutet das Wort "Fronleichnam"

Die katholische Kirche feiert Fronleichnam am zweiten Donnerstag nach Pfingsten, also 60 Tage nach Ostern. Es ist das Fest der leiblichen Gegenwart Christi in der Eucharistie. Der Name bedeutet übersetzt so viel wie "Fest des Leibes und Blutes Christi".

Wann das Fest eingeführt wurde

Papst Urban IV. führte Fronleichnam 1264 als allgemeines Kirchenfest ein, 1317 ordnete Papst Johannes XXII. den Donnerstag als Festtag an. Das Fest wurde eingeführt, um den Glauben zu stärken, und schon früh mit Prozessionen gefeiert, bei denen die Hostie in einer Monstranz vorangetragen wird. Die Protestanten lehnten die Fronleichnamsprozessionen als Spektakel ab, weshalb sie durch die Gegenreformation erst recht wieder in Szene gesetzt wurden.

Papst verschiebt Prozession

Der Vatikan hatte die Fronleichnams-Prozession mit Papst Franziskus 2017 auf den Sonntag verlegt, damit mehr Gläubige an ihr teilnehmen konnten. Italienische Medien gehen davon aus, dass diese Änderung auch künftig beibehalten wird. In Italien ist Fronleichnam - im Unterschied zu Österreich - seit 1977 kein staatlicher Feiertag mehr. Traditionell begeht die katholische Kirche das Fest immer an einem Donnerstag; auch die Prozession mit Papst Franziskus fand bisher zu diesem Termin statt. Wie gewohnt beginnt sie im Lateran und führt zur Papstbasilika Santa Maria Maggiore, wo der Papst einen Segen erteilt.