Dollfuß-Vergleich mit
Kurz erzürnt die ÖVP

Ein Vergleich zwischen Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Engelbert Dollfuß erzürnt die ÖVP.

von Aufreger - Dollfuß-Vergleich mit
Kurz erzürnt die ÖVP © Bild: APA/HERBERT PFARRHOFER

Der SPÖ-Nationalratsabgeordnete Robert Laimer hatte auf Facebook den Kopf des Regierungschefs auf eine Briefmarke mit dem austrofaschistischen Kanzler montiert. "Das ist geschmacklos und untergriffig und diesen bösartigen Stil lehnen wir ab", kritisierte ÖVP-Generalsekretär Karl Nehammer am Dienstag.

»Zum wiederholten Mal fällt die SPÖ mit einem völlig inakzeptablen Austrofaschismus-Vergleich auf«

"Zum wiederholten Mal fällt die SPÖ mit einem völlig inakzeptablen Austrofaschismus-Vergleich auf", so Nehammer zur Aktion des SPÖ-Abgeordneten, dessen Partei ausgerechnet ein Fairness-Abkommen für den EU-Wahlkampf vorgeschlagen habe. Laimer hatte auf seinem Facebook-Account zwei Motive gegenübergestellt. "Umsturzkanzler, Austrofaschismus, Mussolinis Freund" steht unter dem Original-Sujet. Unter jenem mit Kurz: "Schweigekanzler, Bier-Kapitalismus, Kickls Freund."

Vergleich trifft ÖVP an empfindlicher Stelle

Der Austrofaschismus-Vergleich trifft die ÖVP an einer empfindlichen Stelle. Jahrelang war kritisiert worden, dass ein Porträt von Dollfuß im Parlamentsklub der Volkspartei hing. Schließlich nahm die ÖVP den Parlamentsumbau zum Anlass, das umstrittene Bild los zu werden und dem Niederösterreichischen Landesmuseum als Dauerleihgabe zu übergeben.

Unterdessen hat der SPÖ-Nationalratsabgeordnete Laimer sein Facebook-Posting, in dem er Kurz mit dem austrofaschistischen Kanzler Engelbert Dollfuß verglichen hatte, gelöscht. Zuvor habe es ein "klärendes Gespräch" mit der Bundesgeschäftsstelle gegeben, hieß es aus der SPÖ.

Kommentare

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Wie viele Menschen, die man damals für Verbrechen hätte einsperren müssen, sind zur FPÖ und zur ÖVP? Ich verstehe schon, dass man nicht eine halbe Nation in ein Gefängniss sperren kann, obwohl die Besatzungszeit wohl als solches zu werten wäre, aber da waren dann wohl 10 Jahre zu milde. Hätte man damals Verbindungen und Einrichtungen, die zur Züchtigung der Kinder und Jugentlichen in der 60 Jahren

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noch immer Bestand hatten entlich verboten, hätten wir heute nicht dieses Problem. Nationalismus, Faschismus, Sozialismus, Etatismus, Konsumismus... so viele entzündliche Krankheiten wogegen es kein Heilmittel und keine Impfung gibt.
Das Mittel gegen das Eine verstärkt das Andere.

Schmutzkübelkampagnen? Ich dachte das wird abgeschaft, genau so, wie die Parteienfinanzierung durch Spendengelder, die von Firmen, die zum Teil nur für diesen Zweck gegründet werden, Steuern spaaren. Die Banken kennen sich ja gut genug damit aus, wie das zu arangieren ist, und die Gesetze erlauben viel Interpretationsgestaltung, meint doch der Vizekanzler.

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