Citroën DS5 im Test von

Luxus-Glashaus

Roman Gregory testet für NEWS.AT den extravaganten Franzosen

© Video: NEWS.AT

Mit Roman Gregory hat NEWS.AT einen kritischen Tester für den Citroën DS5 gefunden. Der Frontman von Alkbottle ist viel auf Touren und weiß, welche Anforderungen ein Auto für ihn erfüllen muss. Es sollte vor allem zweckmäßig sein und das erfüllt der Citroën DS5 nur teilweise. Das avantgardistische Design fordert einige Abstriche, jedoch überzeugt der Franzose durch das großzügige Platzangebot.

Gleich zu Beginn ist Roman Gregory von den Abmessungen des 4,53 Meter langen und 1,87 Meter breiten Mittelklassewagens überwältigt. Und beim Einsteigen kommen dem Bandleader Assoziationen zu einem Raumschiff. "Es ist alles so eiförmig da drinnen", so sein Urteil. Das Cockpit haben die Franzosen quasi um den Fahrer gebaut, so sein erster Eindruck. Man fühlt sich wie in einem Kokon.

Alkbottle-Frontman Roman Gregory testet den Citroen DS5.
© NEWS.AT/Böhm Roman Gregory gefällt die Massagefunktion

Nach einer kurzen Orientierungsphase geht’s los. Etwas überdimensioniert ist die Mittelkonsole mit der Bedieneinheit für Fensterheber, Radio, Navigation und Telefon ausgefallen. Die bequemen Ledersitze machen diesen Umstand wieder schnell wett. Noch mehr gefällt ihm die Massagefunktion im Fahrersitz.

Motor und Ausstattung

Und schon drückt Gregory aufs Gaspedal. Der 1,6-Liter Turbomotor mit 200 PS und 275 Newtonmeter bringt den 1,5-Tonner in Bewegung. Von null auf Tempo 100 ist der Franzose in 8,2 Sekunden und die Höchstgeschwindigkeit endet erst bei 235 km/h. Im NEWS.AT-Test verbraucht der schicke Franzose 7,7 Liter auf 100 Kilometer - das ist rund ein Liter über der Herstellerangabe.

Von der Ausstattung her spielt der Citroën DS5 alle Stücke. Rückfahrkamera, Navigationssystem, Ledersitze, Head-up-Display, Klimaautomatik, Glasdachfenster, Bluetooth-Freisprecheinrichtung und ein umfassendes Sicherheitspaket mit AFIL-Spurassistenten und Fernlichtautomatik - die Franzosen haben an alles gedacht. Technisch und von der Verarbeitung lässt der DS5 kaum Wünsche offen. Preislich kommt das NEWS.AT-Testfahrzeug auf 39.850 Euro.

Auf Rundumsicht vergessen

Nur bei der Rundumsicht hapert es: Vorne stört die geteilte A-Säule für den richtigen Ausblick und hinten hat Citroën die Heckscheibe mit einem Spoiler geteilt. Von der Außenoptik her toll anzusehen, aber verhindert trotz der vielen Glasflächen eine ordentliche Sicht nach außen. Die Rückfahrkamera ist somit unablässig.

Alkbottle-Frontman Roman Gregory testet den Citroen DS5.
© NEWS.AT/Böhm Amüsiert über den Heckscheibenwischer

Ganz putzig findet Roman Gregory auch den kleinen Heckscheibenwischer. Das Kofferraumvolumen beeindruckt den Alkbottle-Sänger mit 468 bis 1.288 Liter schon mehr. Auf der hinteren Sitzreihe findet man zudem genügend Platz für Kopf und Beine. Amüsant findet Gregory auch die lispelnde Navi-Stimme. Gregorys Resümee: Ansonsten liegt der Wagen sportlich gut in der Hand und ist sicher nicht untermotorisiert, gibt was her und macht sicher auch auf längeren Strecken ordentlich Spaß - besonders mit der pulsierenden Massageabteilung im Rücken.

NEWS.AT-Fazit

Der französische Hersteller präsentierte mit dem DS5 eine Mischung von Van, Sportback und Coupé. Aber so richtig lässt er sich nicht zuordnen und bleibt daher konkurrenzlos. Mit der DS-Linie wollte die Franzosen Erinnerungen an die legendäre DS – „Die Göttin“ - aus den 50iger Jahren aufleben lassen. Die gesamte DS-Modellreihe sticht besonders durch das extravagante Design hervor.Leider kommen dadurch praktische Eigenschaften wie eine gut Rundumsicht viel zu kurz. Der Spoiler am Heck verhindert die Sicht nach hinten und ohne Rückfahrkamera und Einparkhilfe wird das Einparken des recht breiten Franzosen zum Kunststück. Auch die geteilte A-Säule vorne ist ein Manko - besonders beim Abbiegen übersieht man sehr leicht Hindernisse. Alles in allem ist der Citroën DS5 ein ideales Auto für weite Strecken, dass viel Platz bietet und mit dem man auf der Autobahn dahingleiten kann.

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