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NR-Wahl: Blümel wird Spitzenkandidat in Wien

Blümel Kurz © Bild: APa/Jäger

Der Wiener ÖVP-Chef und Ex-Minister Gernot Blümel geht als Spitzenkandidat seiner Landespartei in die Nationalratswahl. Die weitere Reihung auf Landesebene steht noch nicht fest. Parteiinterne Vorreihungen aufgrund des Vorzugsstimmenergebnisses wird es diesmal nicht geben, hieß es am Freitag in einer Pressekonferenz.

Blümel bekräftige, im Jahr darauf auch ÖVP-Spitzenkandidat bei der Wiener Gemeinderatswahl sein zu wollen. Solange keine Regierungsbeteiligung in der Bundeshauptstadt in Aussicht sei, werde er danach aber trotzdem auf Bundesebene tätig bleiben.

Wahlkampfkostenobergrenze einhalten

Dass es diesmal keine listeninterne Kandidatenumreihung aufgrund der Vorzugsstimmen bei der Nationalratswahl geben wird, argumentierte Blümel mit der Notwendigkeit, die Wahlkampfkostenobergrenze einzuhalten. Bei der letzten Wahl hätte die Kandidaten einiges an Spenden für ihre eigenen Kampagnen lukriert; dies wolle man diesmal vermeiden.

Generell ortet Blümel aber kein Spendenproblem seiner Partei. Bekanntgaben wie von Generalsekretär Karl Nehammer auf Bundesebene heute, Freitag, seien in Wien nicht zu erwarten, betonte er auf Nachfrage. Gespendet werde zudem auch für andere, verwies er etwa auf Alfred J. Noll bei der Liste JETZT oder den Bundespräsidentschaftswahlkampf von Alexander Van der Bellen.

Blümel lobt türkis-blaue Regierungsarbeit

"Es heißt immer, alle gegen Sebastian Kurz", klagte er. Es seien "alle gegen ihn, weil er das tut, was die Menschen für richtig halten", spann Blümel auch in Sachen Spenden die Wahlkampflinie der ÖVP weiter.

»Es heißt immer, alle gegen Sebastian Kurz«

Der Landesparteichef verwies darauf, was die türkis-blaue Bundesregierung seiner Ansicht nach geleistet hat, nämlich eine Ende der Schuldenpolitik, den Kampf gegen illegale Migration und die Senkung von Steuern und Abgaben. Wer die Fortführung von all dem wolle, "aber ohne Rattengedichte, Liederbücher oder andere antisemitische Äußerungen", der möge im Herbst der "Neuen Volkspartei" seine Stimme geben, sagte Blümel.

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