Fall Bischof Schwarz von

Päpstliche Visitation
in Kärnten geht weiter

Fall Bischof Schwarz - Päpstliche Visitation
in Kärnten geht weiter © Bild: APA/Helmut Fohringer

Neues rund um den Fall Bischof Schwarz, den News mit seiner Aufdeckungsarbeit ins Rollen gebracht hat: Erzbischof Franz Lackner und sein Visitationsteam haben am Freitag ihre Untersuchung der Diözese Gurk-Klagenfurt mit Gesprächen fortgesetzt.

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Der Besuch im Stift St. Georgen am Längsee (Bezirk St. Veit/Glan) läuft noch bis Samstag. Die Untersuchung soll bis zum Beginn der Fastenzeit Anfang März abgeschlossen werden. Öffentliche Stellungnahmen zum Verlauf der Visitation gibt es derzeit nicht. Grund für die päpstlich angeordnete Untersuchung sind Vorwürfe von jahrelangem Machtmissbrauch und Misswirtschaft gegen den früheren Kärntner Bischof Alois Schwarz, der inzwischen in St. Pölten amtiert.

Was überprüft werden soll

Außerdem geht es um Andrea Enzinger, Vertraute des Bischofs und Leiterin von Bildungshaus und Hotel des Stifts St. Georgen. Lackner und seine Mitstreiter sollen aber auch die Verwaltung der Diözese durch Administrator Engelbert Guggenberger seit dessen Amtsantritt am 2. Juli 2018 überprüfen. Abgesehen vom aktuellen Besuch sind weitere Termine in Kärnten angedacht. Mitte Februar soll Lackner auch einen "Sprechtag" abhalten, bei dem jeder die Möglichkeit bekommen soll, mit dem Erzbischof über die Situation in Kärnten zu sprechen.

Ermittlungen wegen Untreue

Neben der kircheninternen Aufarbeitung untersucht auch eine staatliche Behörde die Vorgänge in Diözese und Bistum. Die Staatsanwaltschaft Graz ermittelt gegen Schwarz und Enzinger wegen Untreue. Die Klagenfurter Staatsanwaltschaft hatte das Verfahren wegen möglicher Unvereinbarkeiten an ihre steirischen Kollegen abgetreten. Beide Beschuldigten haben die Vorwürfe zurückgewiesen.

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