Welt-Aids-Tag von

Aids: Was Sie wissen sollten

Zehn Fakten rund um Ansteckung, Krankheitsverlauf, Therapie und Co.

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Jede Stunde stecken sich laut Unicef weltweit 26 Menschen mit dem HI-Virus an. Allein in Österreich kommt es täglich zu ein bis zwei diagnostizierten HIV-Neuinfektionen. Trotz international angelegten Kampagnen und weltweit bekannten Events wissen wir immer noch zu wenig über die Krankheit. Wir liefern die wichtigsten Fakten.

Wie steckt man sich an?

Um sich mit dem HI-Virus anzustecken, muss es zu einem Austausch von Körperflüssigkeiten (Blut, Samen- oder Scheidenflüssigkeit) kommen. Die Viren dringen entweder über eine frische Wunde oder über die Schleimhaut in den Körper ein. Eine Infektion über Körperflüssigkeiten wie Speichel, Schweiß, Tränenflüssigkeit oder Urin ist nicht möglich, da sie zu wenig HI-Viren enthalten. Daher gelten auch Küssen, gemeinsam Essen und Trinken sowie Wäschewaschen als unbedenklich.

Wie gefährlich ist Sex ohne Kondom?

Am häufigsten (zu knapp 80 Prozent) wird HIV beim Geschlechtsverkehr ohne Kondom übertragen. Beim Oralverkehr besteht vor allem dann ein Risiko, wenn der Samenerguss im Mund des Partners erfolgt. Ist dies nicht der Fall, ist das Ansteckungsrisiko bei dieser Praktik gering. Besonders groß ist die Infektionsgefahr für den Mann während der Monatsblutung der Frau. Umgekehrt haben auch Frauen hier ein höheres Risiko, sich bei ungeschütztem Sex zu infizieren. Das liegt daran, dass die Schleimhaut der Scheide relativ groß ist, ein Großteil der Samenflüssigkeit beim Sex ohne Kondom im Körper bleibt und die Viruskonzentration in der Samenflüssigkeit höher ist als in der Scheidenflüssigkeit.

Stecken Schwangere automatisch ihr Baby an?

Eine Mutter, die das HI-Virus in sich trägt, kann es während der Schwangerschaft, der Geburt oder beim Stillen auf ihr Kind übertragen. Die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung kann allerdings stark reduziert werden, wenn die Infektion der Mutter früh genug erkannt wird und entsprechende Maßnahmen gesetzt werden.

Kann man sich über Blutkonserven anstecken?

Die Gefahr einer Ansteckung durch Blutkonserven ist heute nahezu ausgeschlossen. Alle Blutspenden werden auf HIV und andere sexuell übertragbare Krankheiten, wie Hepatitis, getestet. Es besteht allerdings ein Restrisiko, das bei 1:3 Millionen liegt. Mit anderen Worten: Theoretisch ist eine von drei Millionen Konserven virusverseucht.

Was bedeutet antiretrovirale Therapie?

Bei dieser Therapie kommen Medikamente zum Einsatz, die die Vermehrung der HI-Viren im Körper verlangsamen. Werden mindestens drei verschiedene Medikamente dieser Art miteinander kombiniert, spricht man von der hochaktiven antiretroviralen Therapie. 20,9 Millionen HIV/Aids-Betroffene erhalten mittlerweile eine antiretrovirale Therapie. "Dieser weltweite Zuwachs ist Hauptbestandteil des Rückgangs der Zahl der Todesopfer durch Aids", so UNAIDS. Um die Krankheit möglichst zurückzudrängen, müssten allerdings weitere 15,8 Millionen Betroffene behandelt werden.

Wie merkt man, dass man sich angesteckt hat?

Einige Wochen nach der Infektion mit HIV können grippeähnliche Symptome (Fieber, Anschwellen der Lymphknoten, Muskel- und Gelenksschmerzen, Müdigkeit) auftreten. Ab und zu klagen frisch Infizierte auch über Hautausschläge. Meist aber bleibt die Infektion lange Zeit gänzlich unbemerkt. Aufschluss gibt erst ein HIV-Test. Den kann man bei einem Arzt oder der österreichischen Aids-Hilfe durchführen lassen. Die meisten Tests suchen im Blut nach HIV-Antikörpern. Die bilden sich rund zwölf Wochen nach der Infektion. Folglich ist erst ab diesem Zeitpunkt ein HIV-Test sinnvoll.

Wie verläuft die Krankheit?

Im Anschluss an die Infektion folgt eine symptomfreie Phase, die unbehandelt im Durchschnitt zehn bis zwölf Jahre dauert. Allerdings können erste Anzeichen auch schon nach wenigen Monaten auftreten. Theoretisch kann die Phase bis zum Ausbruch aber auch ein ganzes Leben lang dauern. Nach einiger Zeit treten bei den meisten Menschen erste Symptome wie länger andauernde Lymphknotenschwellungen, Gewichtsverlust, Nachtschweiß, Fieber und Durchfall auf.

Kann man sich gegen HIV impfen lassen?

Versuche, Impfstoffe gegen das HI-Virus zu entwickeln, waren bisher erfolglos. Der Grund: Die Außenseite des Virus ähnelt körpereigenen Strukturen und löst daher keine Immunantwort aus. Wiener Forscher bastelten aus der Hülle von Bodenbakterien eine leicht abgewandelte HIV-Oberfläche, mit der man neutralisierende Impfseren gegen das Virus herstellen kann. In einem Versuch zeigten die Antikörper laut APA bei fünf von sieben HIV-Stämmen neutralisierende Aktivität. Die Forscher halten den Ansatz für vielversprechend, um vielleicht doch noch einen Aids-Impfstoff hervorzubringen.

Kann man Aids heilen?

Die Heilung der Krankheit ist zwar noch nicht möglich, die heutigen Medikamente können die Vermehrung von HIV im Körper aber behindern und dadurch den Krankheitsverlauf verlangsamen. Die derzeit angewandte Kombinationstherapie zeigt gute Erfolge. Die Aids-Ausbruchsrate hat sich in den letzten Jahren - im Falle einer Behandlung - drastisch reduziert. Allerdings ist eine lebenslange Medikation notwendig, die unter Umständen schwere Nebenwirkungen mit sich bringt. Damit die Therapie optimal wirkt, muss die Infektion möglichst früh erkannt und die gesetzten Maßnahmen konsequent durchgehalten werden.

Weiterführende Links:
Österreichische Aids-Hilfen
Aids Hilfe

Im Video: 20 Jahre Aids-Hilfe-Haus

Kommentare

Amelida Sophia

Ich freue mich sehr, heute dieses erstaunliche Zeugnis darüber zu teilen, wie Dr. Idahosa, der Kräuterarzt, mit seiner Kräutermedizin in der Lage war, mich von meinem HIV-Virus zu heilen. Ich bin jetzt seit fast 8 Monaten HIV-Patient und habe verschiedene Behandlungsmethoden ausprobiert, um sicherzustellen, dass ich von dieser schrecklichen Krankheit geheilt bin, aber keine hat für mich funktionie

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