Wirtschaft von

Amazon: Das sind die
7 größten "Flops"

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Der Online-Händler Amazon ist wirtschaftlich gesehen eine beispiellose Erfolgsgeschichte. Projekte wie die Dash-Buttons, die vor Gericht abgeblitzt sind und mit Ende August endgültig eingestampft werden, zeigen aber die damit einhergehende und auch notwendige Risikofreude des Unternehmens. In der Geschichte des Internetriesen sind die Dash-Buttons schließlich nicht der einzige Stolperstein.

Amazon hatte den Verkauf neuer Bestell-Knöpfe bereits im März eingestellt. Damals hieß es noch: "Wenn man jetzt einen "Dash"-Button zu Hause hat, bleibt er natürlich funktionsfähig." Nun erklärte Amazon aber, seit dem Verkaufsstopp habe die Nutzung der Hardware-Buttons "signifikant nachgelassen". Die Abschaltung der physischen Knöpfe sei die "natürliche Weiterentwicklung" des "Dash"-Programms: "Wir haben immer gesagt, dass wir uns eine Zukunft vorstellen, in der Kunden zu Hause keinen physischen Knopf drücken müssen, um Produkte nachzubestellen."

Aber Moment einmal, waren da nicht noch ein paar Dinge, die für Amazon nicht so nach Plan gelaufen sind?!

1. Firephone

Das Firephone war Amazons Versuch in den Smartphone-Markt einzusteigen. Ein Versuch, der sich als Flop in dreistelliger Millionenhöhe entpuppte. Das Gerät wurde als Shopping-Handy angepriesen und verfügte zwar über eine gute Anbindung an die Dienste des Online-Händlers. Dennoch kam das Produkt nicht gut bei der Kundschaft an und wurde innerhalb eines Jahres (Juli 2014 bis August 2015) wieder eingestellt.

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2. Destinations

Trivago, Booking.com - wer kennt sie nicht, die ganzen Hotelbuchungsportale? So etwas Ähnliches hatte Amazon auch Anfang 2015 am Start, ließ es aber nach wenigen Monaten wieder einstampfen. Ursprünglich war angedacht, dass Kunden nahegelegene Getaways über Destinations buchen können, aber die zuletzt mehr als 35 angebundenen Städte waren für das Unternehmen offenbar nicht Erfolg genug.

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3. Auction

Auch hier steckt das Produkt im Namen: Ursprünglich wollte Amazon tatsächlich eine Konkurrenz zu eBay aufbauen. Was genau dazu geführt hat, dass Amazon Auction eingestellt wurde, ist nicht bekannt. Fest steht allerdings, dass dieses "Abfallprodukt" gleichzeitig den Grundstein gelegt hat für den hoch erfolgreichen Amazon Marketplace.

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4. Webpay

Unter dem Namen Webpay wollte Amazon einen Bezahldienst etablieren und sich mit Branchengröße PayPal anlegen. Das System sah genauso vor, Finanzdienstleistungen unter Familie, Freunden und Nutzern möglichst einfach zu gestalten. Dennoch konnte Webpay nicht ansatzweise den Erfolg von PayPal erzielen und wurde im Herbst 2014 eingestampft.

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5. Buyvip

Hinter BuyVIP steckte ein Shopping-Club von Amazon, der es ausschließlich Mitgliedern ermöglicht hat, besondere Aktionen wahrzunehmen. Und auch wenn der Dienst 2017 eingestellt worden ist, sind Fragmente dessen im Amazon-Universum wieder eingefügt worden. Die Exklusiv-Mitgliedschaft entspricht im weitesten Sinne dem Prime-Modell, Blitzangebote, Coupons oder Aktionstage werden immer wieder ausgespielt.

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6. Wallet

Auch der Betrieb von Amazon Wallet währte nicht lange: Mitte 2014 hatten Kunden gerade mal ein halbes Jahr lang die Möglichkeit, ihre Kunden-, Bonus- und Geschenkkarten in einer App zusammenzuführen und am Smartphone gebündelt bei sich zu führen. In einer weiteren Ausbaustufe wären möglicherweise auch Bank- und Kreditkarten aufgenommen worden, aber so weit ist es nie gekommen.

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7. Amazon Webstore

Bis 2016 hat Amazon eine Mischung aus Plattform- und Shopsystem angeboten, die andere Internethändlern zu eCommerce-Zwecken nutzen konnten. So gut der Amazon Marketplace auch funktionieren mag, das Webstore-Konzept fand keinen Anklang.