Nordische WM von

ÖSV-Sprinter auf Platz sieben

Bernhard Tritscher und Harald Wurm in den TOP 10 - Russland siegt vor Schweden

ÖSV-Sprinter Tritscher und Wurm © Bild: GEPA/Jannach

Der Russe Nikita Krijukow hat am Sonntag seine zweite Langlauf-Goldmedaille bei den 49. Nordischen Ski-Weltmeisterschaften im Val di Fiemme geholt. Nach dem Sprint in der klassischen Technik triumphierte der Olympiasieger gemeinsam mit Alexej Petuchow auch im Team-Sprint in der Skating-Technik. Bei den Damen siegten die USA mit Jessica Diggins und Kikkan Randall, Norwegen ging zweimal leer aus.

Die Österreicher Bernhard Tritscher und Harald Wurm gaben als Siebente des Finales ein kräftiges Lebenszeichen, Katerina Smutna und Kerstin Muschet wurden nach dem Aus im Halbfinale als 16. gewertet.

Der Salzburger Tritscher und der Tiroler Wurm hatten sich nach dem fünften Platz in ihrem Halbfinale als Zehnte für die Entscheidung qualifiziert, die Norweger blieben im anderen, langsameren Lauf als Sechste auf der Strecke. Das ÖSV-Duo freute sich über das Erreichen des gesteckten Zieles, bei Tritscher schwang unmittelbar nach dem Rennen aber auch eine kleine Enttäuschung mit, weil die Teilnahme an der Siegerehrung der besten sechs um 3,05 Sekunden verpasst worden war. "Es ist nur ein Alzerl. Wir haben noch ein paar Jahre, irgendwann wird's hoffentlich zu einer Medaille reichen", sagte der 24-jährige Saalfeldener.

Wurm wurde schwarz vor Augen

In der nach Schneefall tiefen Spur war das Rennen enorm hart. "Auf dieser Strecke war das kein Sprinter-Bewerb", sagte Cheftrainer Gerald Heigl und war zufrieden mit dem Auftritt. "Man hat gesehen, dass sie voll dabei sind." Wurm hatte sich im Halbfinale voll verausgabt. "Da war mir schwarz vor den Augen, ich habe mir gedacht, wie soll ich da jetzt noch dreimal herumlaufen?", sagte der 28-Jährige, der im Gegensatz zu Tritscher ein reiner Sprinter-Typ ist.

Im Finale fühlte sich Wurm aber wieder besser und hielt gut mit der Spitze mit. "In der Abfahrt habe ich mir gedacht, drei Plätze vor mir sind die Medaillen und habe nochmals alles gegeben. Mit dem siebenten Platz müssen wir voll zufrieden sein." Freude und Ärger lagen nahe beisammen, bei einer schnelleren Zeit der Norweger Petter Northug und Paal Golberg wären die Österreicher als Elfte ausgeschieden. "Da haben wir auch Glück gehabt", gab Heigl zu.

Smutna ohne Pause im Einsatz

Die Russen setzten sich vor Schweden (0,46 zurück) und Kasachstan (0,73) durch, für Titelverteidiger Kanada (0,76) blieb nach Zielfotoentscheidung nur der vierte Platz. Die US-Damen gewannen deutlich vor Schweden (7,80), Finnland (10,95) und Norwegen (20,81), das die zweifache Weltmeisterin Marit Björgen einen Tag nach dem Skiathlon nicht aufgeboten hatte.

Die Österreicherin Katerina Smutna war hingegen 24 Stunden nach dem 18. Platz im Skiathlon schon wieder im Einsatz. "Nach dem gestrigen Rennen war es sehr schwierig, die Strecke war hart, ein Tag Pause wäre besser gewesen", sagte Smutna. Den letzten gemeinsamen Teamsprint vor der WM hatte das Duo vor fünf Jahren in Düsseldorf bestritten, Muschet war seither kaum einmal im Weltcup dabei. "Es ist schwierig, wenn man nur ein Rennen im Jahr hat", sagte die 24-jährige Kärntner Sprint-Spezialistin. "Für mich war es vor allem wichtig, Erfahrung zu sammeln."

Beide haben in der Staffel am Donnerstag ihren nächsten Einsatz. Tritscher bestreitet ebenso wie Johannes Dürr am Mittwoch das 15-km-Skating-Rennen.

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