Nicht wurscht von

Von der Wurstsemmel zur Spendenaktion

„Alle Wurstemmeln are beautiful"

Nicht wurscht - Von der Wurstsemmel zur Spendenaktion © Bild: APA/ROBERT JAEGER

Die Supermarktkette Billa verwandelt einen "Wurstsemmel"-Shitstorm in eine Spendenaktion.

"Jetzt mal ernsthaft, wo lernen eure Feinkost Mitarbeiter das Semmel aufschneiden?", postete Daniel W. vor einigen Tagen auf die Facebookseite der Supermarktkette "Billa".
Zu sehen: Eine schief aufgeschnittenen Wurstsemmel.

Das Posting machte die Runde. 130 Mal wurde das Foto samt Kommentar geteilt über 2.000 Kommentare folgten. Die überwiegende Mehrheit der User war sich aber einig - Wir haben größere Probleme auf dieser Welt, lautete der Grundtenor.

Unter ihnen auch Caritas Wien-Generalsekretär Klaus Schwertner. Er mischte sich in die Diskussion ein und ließ seinem Unmut freien Lauf: "Wieso kann eine schief durchgeschnittene Semmel mehr Likes bekommen als ein Posting über hungernde Kinder. In Afrika droht aktuell 20 Millionen Menschen der Hungertod. Ich packe das irgendwie gerade überhaupt nicht. Wir wollen bis Ende August 100.000 Menschen vor dem Hunger retten. 10 Euro kostet ein Hilfspaket. Hier kannst du eines spenden."

Billa selbst antwortete auch und zwar in Form eines Videos.

"All Wurstsemmeln are beautiful!" heißt es in dem Clip. Billa rief eine Spendenaktion ins Leben: Die ersten 5.000 Likes auf dieses Posting werden in eine Spende an "Familien in Not" der Caritas verwandelt.

Die Aktion war ein voller Erfolg. Innerhalb von 20 Stunden hatte das Spenden-Posting über 6.000 Likes. Spende von 5.000 Euro an die Caritas waren damit sicher.

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