Geheimbotschaft von

Beamter verewigte sich
im Stadtpflaster von Steyr

"Eine Aktion wie von einem Zwölfjährigen"

Geheimbotschaft - Beamter verewigte sich
im Stadtpflaster von Steyr © Bild: istock

Eine kuriose Geschichte ereignete sich in der oberösterreichischen Stadt Steyr. Ein Magistratsbeamter beaufsichtigte die Pflasterlegung am Stadtplatz und forderte prompt die Arbeiter vor dem Rathaus auf, seinen Nachnamen mit Granitsteinen zu legen.

Die Aktion blieb zwei Wochen lang unentdeckt. Danach mussten die Bauarbeiter die Buchstaben aus dem Beton herausmeißeln und dort - auf einer Länge von 50 Metern - neutrales Pflaster verlegen, wie die "OÖ Nachrichten" berichten. Die Kosten dafür und das Mehr an Arbeit, das die Pflasterer hatten, muss der Beamte aus eigener Tasche zahlen.

Auf Facebook nimmt es die Stadt locker

Auch dienstrechtliche Konsequenzen folgten: Für den eigenmächtig erteilten Auftrag ohne Wissen seiner Vorgesetzten handelte sich der Bereichsleiter im Magistrat, der nebenher auch SP-Gemeinderat ist, eine Ermahnung ein.

»Aktion mit hohem Peinlichkeitsfaktor«

"Das ist eine Aktion, die normalerweise ein maximal Zwölfjähriger macht und nicht ein Erwachsener, der für den ganzen Stadtplatz verantwortlich ist. Es ist sehr schade, dass gerade die Person, die sich durch den Umbau des gesamten Stadtplatzes große Verdienste erworben hat, durch so einen Blödsinn so ins Gerede kommt. Als dienstrechtliche Konsequenz hat es auch eine Ermahnung gegeben."

Kritik am "Stein" des Anstoßes

Kritische Worte kamen auch von Baureferent Vizebürgermeister Helmut Zöttl (FPÖ): "Ich fände es schon verkehrt, würde ich mich oder der Bürgermeister sich verewigen lassen." Stadtrat Reinhard Kaufmann (Grüne) spricht in der Zeitung von einer "Aktion mit hohem Peinlichkeitsfaktor". Kopfschütteln herrscht auch in der VP/Bürgerliste und bei NEOS.