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Schulmassaker in Florida:
17 Menschen getötet

Nach Krankenhausangaben noch 14 Verletzte stationär behandelt

Schulmassaker in Florida/Parkland © Bild: APA/AFP/Michele Eve SANDBERG

Ein ehemaliger Schüler hat an einer Schule im US-Staat Florida am Mittwoch 17 Menschen erschossen. Das teilte Bezirkssheriff Scott Israel in einer Pressekonferenz mit. Der Täter sei 19 Jahre alt. Er sei zuvor aus disziplinären Gründen von der Schule verwiesen worden.

Schon wieder werden die USA von einem Schul-Massaker erschüttert: Ein 19 Jahre alter ehemaliger Mitschüler eröffnete am Valentinstag an einer High School im US-Bundesstaat Florida das Feuer und tötete 17 Menschen. 15 weitere Menschen wurden in Krankenhäusern behandelt, wie der Sheriff des Bezirks Broward, Scott Israel, am Mittwoch mitteilte.

Von Schule verwiesen

Der Tatverdächtige Nikolas C. war nach Angaben des Sheriffs ein ehemaliger Schüler der Marjory Stoneman Douglas Highschool in Parkland und aus disziplinarischen Gründen der Schule verwiesen worden. Er sei nach der Bluttat in der nahegelegenen Stadt Coral Springs festgenommen worden und werde wegen leichter Verletzungen in einem Krankenhaus behandelt.

Täter hatte "zahlreiche Magazine, viele Magazine"

Er habe "zahlreiche Magazine, viele Magazine" bei sich gehabt, "und derzeit glauben wir, dass er ein AR-15 Gewehr bei sich hatte", sagte Israel weiter. Die Sicherheitsbehörden hätten bereits damit begonnen, seine Websites und Meldungen in sozialen Netzwerken zu durchkämmen, darunter gebe es einige "sehr, sehr beunruhigende" Beiträge.

"Bild des Grauens"

Der Tatort bot nach Angaben des Sheriffs ein "Bild des Grauens". Unter den Opfern seien Schüler und Erwachsene. Angaben des Senders CBS News, wonach der Schütze den Brandalarm auslöste, bevor er das Feuer eröffnete, konnte der Sheriff nicht bestätigten.

Unter den fast 3.000 Schülern löste die Tat Angst und Schrecken aus. Verängstigte Schüler und Lehrer, die am Mittwoch den Valentinstag gefeiert hatten, verbarrikadierten sich in Schultoiletten oder Kästen oder versteckten sich unter Tischen. Mit ihren Smartphones riefen sie in Kurzmitteilungen um Hilfe.

Schulmassaker in Florida
© APA/Martin Hirsch

Fernsehbilder zeigten Schüler, die von schwer bewaffneten Polizisten aus der Schule geleitet wurden. Zu sehen waren auch ein gepanzertes Fahrzeug mit Sondereinsatzkräften und Polizisten mit Helmen und kugelsicheren Westen sowie mit Schnellfeuerwaffen, die rund um die Schule postiert waren.

»Ich hörte sechs Schüsse, und dann begannen einige zu rennen und dann alle«

Die Schülerin Jeiella Dodoo sagte dem Sender CBS, sie hätten zunächst an einen Routine-Feueralarm geglaubt und ruhig die Klassenräume verlassen. "Ich hörte sechs Schüsse, und dann begannen einige zu rennen und dann alle." Die Lehrerin Melissa Falkowski sagte US-Medien, dass sie sich zusammen mit 19 Schülern auf einer Schultoilette verbarrikadiert habe. "Wir waren etwa 40 Minuten lang da drin." Dann seien ihnen Polizeispezialkräfte zur Hilfe gekommen.

"Unter Schock"

Die Bürgermeisterin von Parkland, Christine Hunschofsky, sagte dem Sender CNN, sie habe mit einigen Schülern gesprochen, die "sehr verängstigt" und "unter Schock" gewesen seien. Zur Sicherheitssituation an der Schule sagte Hunschofsky, die Highschool habe nur einen Eingang und täglich sei ein Polizist an Ort und Stelle.

»Dies ist ein schrecklicher Tag für Parkland«

"Dies ist ein schrecklicher Tag für Parkland", sagte der Sheriff der 30.000-Einwohnerstadt rund 80 Kilometer nördlich von Miami. Die US-Bundespolizei FBI teilte mit, die Ermittlungen der örtlichen Sicherheitsbehörden zu unterstützen.

Mutmaßlicher Schütze sprach viel über Waffen

Der Mathematiklehrer Jim Gard sagte der Zeitung "Miami Herald", der Tatverdächtige sei zuvor als mögliche Gefahr für seine Mitschüler bezeichnet worden. "Im vergangenen Jahr wurden wir darüber informiert, dass er das Schulgelände nicht mit einem Rücksack betreten durfte." Er habe Schüler bedroht. Ein Mitschüler, der nicht namentlich genannt wurde, sagte dem Lokalsender WSVN-7, der mutmaßliche Schütze sei "problematisch" gewesen und habe viel über Waffen gesprochen.

Die Schießerei in Parkland war eine der blutigsten der vergangenen 25 Jahre - und bereits die 18. Schießerei an einer US-Schule in diesem Jahr. Immer wieder gibt es Tote und Verletzte. Als Konsequenz wird regelmäßig der Ruf nach strikteren Waffengesetzen laut. Trump und viele andere Republikaner sind allerdings dagegen.

Schütze in Florida angeklagt

Nach dem Schul-Massaker im US-Bundesstaat Florida ist der mutmaßliche Täter angeklagt worden. Der 19-jährige Nikolas C. müsse sich wegen Mordes in 17 Fällen verantworten, erklärte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag. Der Schütze hatte am Mittwoch an seiner ehemaligen Schule in Parkland 17 Menschen wurden getötet und 15 weitere verletzt.

Er wurde nach der Bluttat in der nahegelegenen Stadt Coral Springs festgenommen. Der Tatverdächtige war nach Angaben der Polizei ein ehemaliger Schüler der Marjory Stoneman Douglas Highschool in Parkland und aus disziplinarischen Gründen der Schule verwiesen worden. US-Präsident Donald Trump ordnete am Donnerstag eine landesweite Trauerbeflaggung an.

Trump plant Besuch des Tatorts

Nach dem Massaker plant US-Präsident Donald Trump einen Besuch des Tatorts. "Ich spreche heute zu einer Nation in Trauer", sagte Trump am Donnerstag im Weißen Haus. Die Ansprache war eigens anberaumt worden. Ein 19-jähriger Ex-Schüler hatte am Mittwoch 17 Menschen getötet.

»Kein Kind und kein Lehrer sollte jemals in einer amerikanischen Schule in Gefahr sein«

"Was immer wir tun können, um Euren Schmerz zu lindern, wir sind hier", sagte Trump an die Adresse der Hinterbliebenen. "Euer Schmerz ist unsere Last." Er fügte hinzu: "Kein Kind und kein Lehrer sollte jemals in einer amerikanischen Schule in Gefahr sein." Niemals sollten Eltern um ihre Kindern fürchten müssen, wenn sie ihnen morgens einen Abschiedskuss gäben.

"Wir werden alles tun, Euch zu schützen", sagte Trump. Ohne ins Detail zu gehen sagte der Präsident, man wolle sich des Themas psychischer Erkrankungen annehmen. Der Täter von Parkland war Medienberichten zufolge in psychischer Behandlung gewesen, hatte diese aber zuletzt angeblich nicht fortgesetzt.

Trump hatte allerdings vor einem Jahr eigenhändig ein Gesetz unterzeichnet, das psychisch Kranken den Erwerb von Waffen wieder erlaubte. Er nahm damit eine Regulierung seines Vorgängers Barack Obama zurück.

Trump sagte, er werde noch im Februar Gouverneure und Generalstaatsanwälte der Bundesstaaten treffen. "Das Thema Sicherheit in Schulen wird die oberste Priorität haben", sagte Trump.

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