Radfahren ist der Toptrend für Jung & Alt: Österreicher radeln so viel wie nie zuvor

Und das Klima freuts: 262.000 Tonnen CO2 gespart Maßnahmen zur Sicherheit der Radfahrer geplant

Radfahren ist der Toptrend für Jung & Alt: Österreicher radeln so viel wie nie zuvor

2006 habe Herr und Frau Österreicher um 120 Millionen Kilometer mehr mit dem Rad zurückgelegt als 2005. Insgesamt wurden laut Verkehrsclub Österreich im Alltag 1,42 Milliarden Kilometer Rad gefahren. Dabei wurden 262.000 Tonnen CO2 vermieden. Der VCÖ sieht den Grund für das eifrige Radfahren im Wetter, in den hohen Spritpreisen und im steigenden Umweltbewusstsein.

Die Gesamtstrecke von 1,42 Milliarden Kilometern entspreche "der Distanz von 1.850 Mal zum Mond und wieder zurück. Und das betrifft nur die Alltagswege, etwa zur Arbeit oder zum Einkaufen", sagte VCÖ- Experte Martin Blum.

Fit durch den Alltag
"Etwa jede zehnte Autofahrt in Österreich ist kürzer als ein Kilometer, jede zweite Autofahrt ist kürzer als vier Kilometer. Für diese Strecken ist das Fahrrad das ideale Verkehrsmittel", so Blum. Und Radfahren im Alltag verringert auch den Winterspeck: Bei einem Körpergewicht von 80 Kilogramm verliert man bei einer halben Stunde treten mit 20 km/h rund 340 kcal, mehr als eine Wurstsemmel hat.

Maßnahmen zur Sicherheit der Radler
Radfahrerüberfahrten sind häufig so unglücklich angebracht, dass Autofahrer beim Einbiegen nach rechts kaum Chancen haben, Radfahrer rechtzeitig zu erkennen. Eine Erhöhung der Sicherheit sollen flankierende Maßnahmen gewährleisten: etwa rigorose Kontrollen des Halte- und Parkverbotes im Bereich von Schutzwegen und Radfahrerüberfahrten. Denn häufig wird nicht nur unmittelbar vor, sondern sogar auf Radfahrerüberfahrten geparkt. Weiters erachten Experten eine Aufklärungskampagne für nützlich: So müssen beim Anhalten vor Kreuzungen oder bei einem Stau Schutzwege und Radfahrerüberfahrten frei bleiben. (APA/red)