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Kindererziehung: Warum Sie
diese Frage nicht stellen sollten

Psychologie - Kindererziehung: Warum Sie
diese Frage nicht stellen sollten © Bild: shutterstock

"Was willst du einmal werden, wenn Du groß bist?" Jeder hat diese Frage schon einmal beantwortet und auch gestellt. Bestseller-Autor und Psychologe Adam Grant behauptet, dass die Frage kontraproduktiv ist.

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Den Berufswunsch der Kinder abzufragen ist doch ganz normal, oder? Wenn man genauer darüber nachdenkt, steckt mehr dahinter als vermutet. Was genau das ist erklärt Bestseller-Autor Adam Grant in einer Kolumne für die "New York Times".

Wertvorstellung der Erwachsenenwelt

Er schreibt, dass Erwachsene bei ihm immer sehr enttäuscht waren, wenn er nicht davon geträumt hatte, etwas Großartiges oder Heroisches zu werden, wie ein Lungenfacharztarzt oder Astronaut.

Die Antworten: „Ein Vater“ ,„eine Mutter“, "eine Person mit Integrität“ oder ein Mensch der sich um andere kümmert" würde wohl viele eher irritieren. "Wenn wir uns durch unsere Arbeit definieren, hängt unser Wert davon ab, was wir erreichen", kritisiert Grant weiter.

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Sein Problem mit der Frage: "Was willst du später einmal werden" ist, dass Kinder gezwungen werden, sich selbst in Bezug auf die Arbeit zu definieren. Eine Antwort die Eltern zufriedenstellt seien Berufe, die gesellschaftlich akzeptiert sind, in denen man viel verdient und somit als erfolgreich gilt.

Karriere: Eine leere Frage

Doch genau das würde den Freigeist der Kinder einschränken. Diese Denkweise würde die Kinder nicht zum Nachdenken inspirieren, wie sie mit ihrer Leidenschaft und ihrem Tun die Zukunft tatsächlich gestalten und verändern können. Auch das Grübeln welche Berufe es vielleicht einmal geben werde, käme zu kurz. Arbeit als Lebensinhalt anzupreisen, sei nicht der richtige Weg. Vielmehr sollten Eltern ein ehrliches Bild vermitteln.

Realistische Einstellung und Werte

Denn nicht jeder kann sein Hobby zum Beruf machen und wenn doch, bringt der Job vielleicht nicht genug Geld ein. Darum sei es laut Grant wichtig, dass Erziehungsberechtigte ihren Kindern eine realistische Einstellung mit auf den Weg geben. Statt den Berufswunsch abzufragen, sollten Eltern ihre Kinder lieber anregen, mal darüber nachzudenken, welche Art von Person sie sein möchten.

Tipps für Eltern

Vier praktische Tipps für Eltern, wie sie ihre Kinder am besten fördern, wenn es um ihre Zukunft geht:
1. Neugierde wecken - Kinder sind neugierig, stellen Fragen, experimentieren mit allem Möglichen - nur nicht bremsen.
2. Selbstbewusstsein auf gesunde Art fördern - Kinder nicht in den Himmel loben, aber Anerkennung und Ermunterung aussprechen.
3. Sprachen fördern - Mehrsprachige Menschen können schneller denken, entwickeln Empathie für mehrere Kulturkreise, nehmen ihre Umgebung aktiver wahr
4. Spielen!!! - Beim Spielen (allein, mit Freunden oder in der Familie) entwickeln, üben und festigen Kinder die verschiedensten Fähigkeiten

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